Streit um Schickedanz-Milliarden beigelegt

Nach mehr als vier Jahren Prozess um Schadenersatz in Milliardenhöhe haben sich Madeleine Schickedanz und ihre ehemaligen Finanzberater geeinigt. Der Ende 2016 ausgehandelte Vergleich ist in trockenen Tüchern, das Landgericht Köln hob den Verkündungstermin auf.

Klägerin Schickedanz und 13 der insgesamt 14 Beklagten - darunter der Projektentwickler Josef Esch und die Bank Sal. Oppenheim - hätten "den Rechtsstreit übereinstimmend für erledigt erklärt", teilte das Landgericht am Donnerstag mit. Die Kammer werde deshalb keine Entscheidung fällen (Az. 21 O 164/12). Den für kommenden Dienstag anberaumten Verkündungstermin blies das Gericht ab. Über den Inhalt des Vergleichs gab es keine Angaben.

Im Dezember hatte die Deutsche Bank als Sal.-Oppenheim-Eigner bestätigt, dass Schickedanz einen mittleren zweistelligen Millionenbetrag erhalten soll. Die Rede war von 60 Mio. Euro.

Gefordert hatte die Quelle-Erbin ursprünglich 1,9 Mrd. Euro, weil sie sich u.a. bei Investitionen in geschlossene Immobilienfonds falsch beraten fühlte und ihren Beratern Verschleuderung ihres Vermögens verwarf. Es ging um die Oppenheim-Esch-Fonds Köln Rheinhallen und Köln Messe. Schickedanz hatte bei diesen Investitionen einen Teil ihres Vermögens eingebüßt.

Die Erledigungserklärung des Gerichts bezieht sich auf 13 Beklagte. Nummer 14, Matthias Graf von Krockow, bleibt außen vor. Er habe sich der Erklärung nicht angeschlossen, so das Gericht. Der Rechtsstreit zwischen ihm und Schickedanz werde am 28. März fortgesetzt.

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