Grundsteuern in NRW und Hessen steigen weiter rasant

Für Eigenheimbesitzer und Mieter wird es bei der Grundsteuer wieder teurer - vor allem in Nordrhein-Westfalen und Hessen.
Bild: pixelio.de, Urheber: Hartmut910

Die Hebesätze der Grundsteuer B sind 2016 weiter deutlich gestiegen. Im Schnitt legte der Hebesatz laut einer Erhebung von EY um fünf auf 370 Punkte zu. Für den Anstieg verantwortlich sind zum Großteil drei Bundesländer. Spitzenreiter waren diesmal die Kommunen im Saarland.

Dort stieg der Hebesatz im Schnitt um 30 Punkte. Zwei von drei saarländischen Gemeinden haben vergangenes Jahr an der Steuerschraube gedreht. Das Saarland kommt aber von relativ niedrigen Steuersätzen und liegt mit landesweit durchschnittlich 375 Punkten immer noch nur leicht über dem Bundesschnitt. In Nordrhein-Westfalen (NRW) war es knapp die Hälfte, der Hebesatz ging somit im Schnitt um 25 Punkte nach oben, in Hessen liegt das Plus bei 16 Punkten.

Dramatisch ist die Entwicklung, wenn man die letzten fünf Jahre betrachtet. Hier ist die Grundsteuer in Hessen um 50% und in NRW um 25% gestiegen. In Baden-Württemberg betrug der Anstieg dagegen nur 2%, in Bayern 3%. Hier hat auch nur rund jede vierte Gemeinde überhaupt die Steuer erhöht.

Entsprechend liegt NRW mit im Schnitt 520 Punkten vor Hessen (416) an der Spitze der Bundesländer. Die Gemeinde mit dem höchsten Hebesatz ist das hessische Nauheim (960 Punkte), gefolgt von Bergneustadt (959), Altena und Witten (je 910) in NRW.

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