Regensburg: Wolbergs aus der Untersuchungshaft entlassen

Joachim Wolbergs (SPD), vorläufig suspendierter Oberbürgermeister von Regensburg, ist nach knapp sechs Wochen aus der Untersuchungshaft entlassen worden. Es seien "mildere Mittel" ausreichend, um der Verdunklungsgefahr zu begegnen, lautet eine Begründung des Landgerichts Regensburg.

Das Landgericht hat den Haftbefehl gegen Auflagen außer Vollzug gesetzt. Zu den Auflagen zählen mehrere Kontaktverbote. Zwar bestätigte das Gericht die Auffassung der Vorinstanz, dass gegen Wolbergs dringender Tatverdacht bestehe und der Haftgrund Verdunkelungsgefahr vorliege. Jedoch scheinen angesichts des Fortschreitens der Ermittlungen inzwischen mildere Mittel als Untersuchungshaft ausreichend, um der Verdunkelungsgefahr zu begegnen, heißt es in einer Mitteilung.

Wolbergs wurde am 18. Januar wegen des Verdachts der Bestechlichkeit und Vorteilsnahme in Untersuchungshaft gekommen. Ihm wird vorgeworfen, dem Regensburger Bauunternehmer Volker Tretzel Grundstücke auf dem Areal der Nibelungenkaserne zugeschanzt zu haben. Damit soll sich Wolbergs bei dem Unternehmer erkenntlich gezeigt haben: für mehr als 500.000 Euro Spendengelder an seinen SPD-Ortsverein und geldwerte Vorteile für sich und nahestehende Personen.

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