Goldbeck bleibt auf Wachstumskurs

Von der Bielefelder Ummelner Straße aus steuert Goldbeck seine Aktivitäten.
Quelle: Goldbeck GmbH

Der Systembauanbieter Goldbeck wächst zweistellig. Das Ende März auslaufende Geschäftsjahr 2016/17 (April 2016 bis März 2017) werde die Erwartungen deutlich übertreffen, sagt Geschäftsführer Jan-Hendrik Goldbeck. In die Freude darüber mischen sich aber auch skeptische Töne.

Nach vorläufigen Berechnungen laufen sowohl Gesamtleistung als auch Auftragseingang auf neue Rekordwerte hinaus. "Das lässt sich wohl nicht verhindern", sagte Goldbeck der Immobilien Zeitung. Genaue Zahlen veröffentlicht das Unternehmen traditionell im August.

Mit der Umsetzung von Projekten haben die Bielefelder derzeit alle Hände voll zu tun. Die Kapazitäten der Branche seien knapp, betont Goldbeck. Deshalb sei es sehr wichtig, Projekte frühzeitig abzustimmen: "Schnellschüsse sind derzeit schwierig." Die Nachfrage sei so groß, dass Goldbeck derzeit mehr als 300 offene Stellen ausweise. Die Bau- und Immobilienkonjunktur betrachtet der Geschäftsführer mit gemischten Gefühlen. Die kritische Frage "Wie lange geht das weiter?" wird für ihn zu Recht gestellt. "Wir sind auf einem konjunkturellen Hochplateau, und eine Zinswende kann den Markt schnell erschüttern."

Mangel an Fachkräften bremst

Als ein Wachstumshemmer erweist sich die Personaldecke. Qualifizierte Mitarbeiter sind in der boomenden Baubranche allgemein Mangelware. Die Betriebe buhlen um Architekten und Ingenieure. Goldbeck stellt inzwischen bevorzugt Mitarbeiter auf jenen internationalen Märkten ein, in denen das Unternehmen unterwegs ist. Der Personalbestand wuchs um rund 600 auf etwa 5.000 Mitarbeiter.

Wachsen mit Parken und Schulen

Unbeeindruckt vom Brexit baut Goldbeck sein Engagement in Großbritannien weiter aus. Dort wickeln 20 Mitarbeiter überwiegend Aufträge deutscher Kunden ab. In den Niederlanden soll, wie bereits angekündigt, eine neue Niederlassung entstehen. Von Schweden aus soll künftig das Skandinaviengeschäft gesteuert werden. In Dänemark errichtet das Unternehmen zwei Parkhäuser, der Planungsauftrag für ein drittes liegt vor.

Auf dem Heimatmarkt Deutschland will Goldbeck auch Schulbauten und Schulergänzungsgebäude vorantreiben. In Berlin haben die Bielefelder bereits einen Fuß in der Tür.

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