Becken-Gruppe erobert die Republik

Michael Becken (li.) und Dieter Becken haben Projekte für 1 Mrd. Euro in der Pipeline.
Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Monika Leykam

Jahrzehntelang hatte sich der familiengeführte Projektentwickler Becken auf seinen Heimatmarkt Hamburg konzentriert, erst seit einigen Jahren erschließen sich die Hanseaten Schritt für Schritt die übrigen deutschen Immobilienhochburgen. Auf der Immobilienmesse Mipim wurde nun der nächste Schritt der Expansion vorgestellt: ein Finanzierungsvehikel für institutionelle Kunden, das für zusätzliches Eigenkapital sorgt.

Developer-Urgestein Dieter Becken und Sohn Michael bilden zusammen mit Stefan Spilker das Führungstrio der Becken Holding. Gemeinsam präsentieren sie auf der Messe die mittlerweile auf 1 Mrd. Euro angewachsene Projektpipeline der Gruppe. Die soll binnen füf Jahren realisiert sein. Die Gruppe blickt bereits auf ein abgewickeltes Transaktionsvolumen in gleicher Größenordnung zurück, dies allderdings über einen Zeitraum von zehn Jahren. Das Tempo wird also nun deutlich angezogen.

Angeschoben wurden bereits neue Vorhaben in Frankfurt, Hamburg, Berlin und München, in Prüfung sind darüber hinaus Grundstücke in Düsseldorf, Offenbach und Wiesbaden. Vier Becken-Niederlassungen (Hamburg, Berlin, Frankfurt, München) gibt es bereits, klappt der Düsseldorf-Deal, könnte dort eine fünfte hinzukommen. "In allen fünf Ballungszentren wollen wir dauerhaft als Entwickler präsent sein", bekräftigt Becken Senior.

Fokus auf Wohnen und Büro

Dabei konzentriert sich die Gruppe auf die beiden Nutzungssegmente Wohnen (gehoben bis preisgebunden) und Büro. Dies in Verbindung mit der bundesweiten Präsenz (auch ein Engagement in Österreich schließt man mittelfristig nicht aus) biete genügend Portfoliodiversifizierung, um externen Investoren ein Vehikel zur Co-Finanzierung anbieten zu können. Bis zu 50% des benötigten Eigen- bzw. Mezzaninekapitals will man demnächst über einen regulierten Fonds für einen Club von Institutionellen hereinholen. Die sollen daraus (nach Kosten) eine jährliche Rendite von knapp 10% schöpfen. Becken wiederum erhöht so das potenzielle Finanzierungsvolumen für seine Vorhaben.

"Unser Unternehmen befindet sich gerade in einer sehr entscheidenden Entwicklungsphase", freut sich Dieter Becken. Das meint er allerdings aussschließlich strategisch - ein radikaler Generationenwechsel steht für die Firma nicht an, stattdessen werden weiterhin Vater und Sohn gemeinsam am Ruder stehen. "Ich arbeite einfach sehr gerne und gerade jetzt finde ich das Geschehen am Markt extrem interessant", sagt der Senior.

Zurück zur Startseite