ZEW: Rückgang der Wohnpreise gefährdet nicht die Stabilität

Ein spürbarer Rückgang der Preise für Wohnimmobilien in Deutschlands Großstädten würde die Finanzstabilität kaum ernsthaft gefährden. Dies ist das Ergebnis einer Befragung von mehr als 200 Finanzmarktexperten, die das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW), Mannheim, im März 2017 durchgeführt hat. Die überwältigende Mehrheit der befragten Finanzanalysten (91%) hielten allerdings die Kaufpreise für Wohnobjekte in den wichtigsten deutschen Städten derzeit für "fundamental überbewertet", berichtet das ZEW.

Einen Rückgang der Preise für Wohnobjekte um 20% oder mehr innerhalb der nächsten zwölf Monate halten die Experten zwar für sehr unwahrscheinlich. Innerhalb der kommenden fünf Jahren wäre dieses Szenarium aber durchaus denkbar. Das hätte laut Befragung der ZEW aber nur einen geringen Einfluss auf die Finanzstabilität in Deutschland: Lediglich jeder zehnte Finanzmarktexperte würde in diesem Fall mit starken oder sogar sehr starken Auswirkungen rechnen. Über die Hälfte geht dagegen von geringen oder sogar sehr geringen Effekten für das Bankensystem oder den Privatsektor in Deutschland aus.

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