SEB Bank gibt Pfandbriefgeschäft auf

Die SEB Bank ordnet ihre Deutschlandgeschäft neu und gibt Rahmen des Schrumpfkurses das Pfandbriefgeschäft auf. Den Verkauf ihrer Pfandbrieflizenz schließen die Schweden nicht aus. Alternative wäre eine Rückgabe. Im ersten Schritt will die SEB Bank AG keine Pfandbriefe mehr emittieren, der Rückkauf von Pfandbriefen wird als Option diskutiert.

Simple, langfristige Immobilienfinanzierung liege dem Institut nicht in den Genen, begründete ein Sprecher den Rückzug und bestätigte damit einen Bericht der Börsen Zeitung. Ein Grund seien auch die kaum auskömmlichen Margen in diesem Bereich. SEB-Deutschlandchef Johan Anderson hatte in der Börsen Zeitung zudem eine drohende Immobilienblase in Deutschand angeführt.

Das Institut plant sich künftig auf strukturierte, großvolumige Immobilientransaktionen zu konzentrieren. Diese Pipeline bezeichnete der Sprecher als "sehr gut gefüllt". In erster Linie soll es um Logistikportfolien gehen. Bei den Finanzierungen sollen Kunden Zugang zur Bilanzsumme der schwedischen Muttergesellschaft bekommen. Um diesen Weg frei zu machen, wird die deutsche SEB AG in eine Niederlassung umgewandelt, zahlreiche Mitarbeiter sollen das Haus verlassen.

Von ihrer Immobilienmanagementtochter SEB Asset Management (Sebam) hatte sich die SEB bereits 2015 getrennt. Das Geschäft ging an Cordea Savills.

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