Nach Vorstandsrücktritt: Demire halbiert FFO für 2016

Einen Tag nachdem die Gewerbe-AG Demire das vorzeitige Ausscheiden ihres Vorstandsvorsitzenden Andreas Steyer bekannt gegeben hatte, kassiert das Unternehmen auch seine Prognose für das operative Ergebnis 2016 ein. Der neue Wert liegt um mehr als die Hälfte unter der noch im Herbst 2016 bekräftigten Erwartung. Damals hatte der Demire-Vorstand für das Gesamtjahr mit einem operativen Ertrag (FFO I, vor Minderheiten und ohne Verkaufsgewinne) von 19,1 Mio. Euro gerechnet. Nun erwartet Demire nur noch einen FFO I von maximal 8 Mio. Euro. Der FFO I dient bei Immobilien-AGs im Allgemeinen als Basis für die Dividendenzahlung. Vorläufige Zahlen zum abgelaufenen Geschäfsjahr hat das Unternehmen bislang nicht publiziert.

Der Demire-Vorstand, der nach dem Ausscheiden Steyers Ende Juni aus Markus Drews und Ralf Kind bestehen wird, begründet die deutlich schwächeren Erträge für das Geschäftsjahr 2016 mit unerwartet hohen Kosten: Man habe den Verwaltungsaufwand nicht so schnell reduzieren können wie geplant, Steuern seien nicht wie erwartet mit Verlustvorträgen verrechenbar gewesen, außerdem seien die Kosten für Mieterausbauten unerwartet hoch ausgefallen.

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