Neubaumietwohnungen in Winterhude für 9 Euro/qm

Das Projekt Dorotheen Kai soll zwischen Mühlenkampkanal und den drei Wohnhochhäusern von 1961 entstehen.
Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Friedhelm Feldhaus

In Winterhude sollen 119 frei finanzierte Mietwohnungen entstehen, die nicht mehr als etwa 9 Euro/qm kosten. Das Immobilienunternehmen Robert Vogel baut diese Wohnungen auf eigenem Grundstück und befristet die für Lage und Stadtteil attraktive Miete auf fünf Jahre.

Nach dem Tod des Unternehmensgründers Robert Vogel 2008 hat das Hamburger Immobilienunternehmen wenig neue Projekte angeschoben und mit dem Spiegel-Gebäude 2011 das letzte fertiggestellt. Das soll sich jetzt ändern - mit Fokus auf das Wohnsegment. "Wir sind eine Wohnungsgesellschaft", erklärt Geschäftsführer Lars Hansen. "Das ist unsere Kernkompetenz. Und diese werden wir in den nächsten Jahren ausbauen." Fünf bis sechs Projekte mit 200 bis 300 Wohneinheiten und einem Investitionsvolumen von rund 70 Mio. Euro sind geplant.

119 Wohnungen am Mühlenkampkanal

In Winterhude plant Hansen, zwischen dem Mühlenkampkanal und drei 1961 fertiggestellten Wohnhochhäusern nach einem Entwurf von Winking Froh Architekten 119 preiswerte Mietwohnungen zu errichten. Die Zwei- bis Vierzimmerwohnungen sollen über dem Neubau der abgängigen Tiefgarage entstehen. Etwa 9 Euro/qm Kaltmiete hat Hansen kalkuliert - fest für fünf Jahre.

"Wir haben das Grundstück seit 1959 im Bestand", erklärt Hansen seine Kalkulation. "Wir rechnen in sehr langen Zeiträumen. Nach fünf Jahren können wir die Miete erhöhen. Binnen 15 Jahren haben wir die Mieterschaft einmal gedreht. Für diesen Zeitraum gibt es aktuell recht günstige Zinsen."

Drei Wohntürme sanieren

Die drei Hochhäuser mit 200 Mietwohnungen gehören zum Bestand von Robert Vogel, der insgesamt etwa 2.000 Wohnungen umfasst. Die Wohntürme sollen bald mit neuer Kalt- und Warmwassertechnik ausgestattet werden, eine Fassadensanierung ist geplant sowie großzügigere Eingänge. Hansen: "Aber wir erheben von den Bestandsmietern keine Modernisierungsumlage."

Im Kontext mit dem Neubau sind Angebote für Carsharing und Leihfahrräder vorgesehen. "Wir haben in der Nachbarschaft eine Leihradstation, die super läuft." Für einen Teil der 152 Stellplätze in der Tiefgarage sind Ladestationen für E-Cars eingeplant. Zwei Varianten für die Neubauten werden diskutiert: eine mit sich zum Kanal öffnenden Gebäudewinkeln sowie eine mit unterschiedlich hohen, kubischen Aufbauten, die Sichtachsen für die Bewohner der dahinterliegenden Hochhäuser schafft.

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