Union Investment übernimmt Münchner Problemcenter Mira

Seit Jahren kommt das Einkaufszentrum Mira im Münchner Norden nicht auf die Füße. Nun versucht sich ein neuer Eigentümer an dem Objekt.
Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Christoph von Schwanenflug

Union Investment Real Estate übernimmt das Einkaufszentrum Mira in der Schleißheimer Straße 506 im Münchner Norden. Der Kaufpreis liegt deutlich unter den Erwartungen.

Union Investment hat das Mira in ihrer Eigenschaft als Service-KVG für einen institutionellen Kunden erworben. Verkäuferin ist die Objektgesellschaft Gepro Wohn- und Gewerbebau, die dem Münchner Asset-Manager GLL Real Estate Partners gehört. GLL hatte das Center nach der Eröffnung im Jahr 2008 von dem Münchner Projektentwickler Fondara erworben. Der Kaufpreis soll in einer Größenordnung von etwa 80 Mio. Euro gelegen haben, bestätigten Quellen aus dem Markt gegenüber der Immobilien Zeitung.

Der Verkaufsprozess zog sich über ein Jahr hin. Damals hielten Marktbeobachter einen Erlös von bis zu 100 Mio. Euro für möglich. Schon dieser Preis lag unter dem ursprünglichen Projektentwicklungsvolumen. Vor zehn Jahren baute Fondara das Center mit einer Gesamtfläche von 25.500 qm für 120 Mio. Euro.

Bekanntes Problemcenter

Allerdings gilt das Center als eines der schwierigsten Einkaufszentren in Deutschland. In den Ranglisten der besten Shoppingcenter belegt es regelmäßig einen der hinteren Plätze. Der Grund ist die Lage. Die angrenzenden Stadtteile Hasenbergl und Milbertshofen am Hart gelten als Problembezirke mit hoher Arbeitslosigkeit und geringer Kaufkraft.

Das Center mit 16.000 qm vermietbarer Fläche ist nicht vollständig belegt. Derzeit sind 60 Geschäfte auf drei Ebenen vertreten. Außerdem gehören 750 Parkplätze zum Objekt. Ankermieter sind die Lebensmittelketten Rewe und Aldi, Expert Techno, Woolworth sowie die Bekleidungsketten C&A, Kult und H&M. Centermanager ist Koprian iQ.

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