Das plant das Saarland für die Immobilienbranche

Für die Immobilienbranche soll sich im Saarland (hier Saarbrücken) einiges ändern.
Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Lars Wiederhold

Die neue Regierung des Saarlands will die soziale Wohnraumförderung stärken. Das sieht der am gestrigen Dienstag von CDU und SPD unterzeichnete Koalitionsvertrag vor. Dieser hält noch weitere Neuerungen für die Immobilienbranche bereit, u.a. beim Brandschutz.

Die schwarz-rote Koalition plant ein landesspezifisches Wohnraumfördergesetz. Sie kündigt an, die bestehenden Förderprogramme zu optimieren und künftig Investitionszuschüsse statt Tilgungshilfen zu gewähren. Der Fokus soll dabei auf barrierearmen Wohnungen liegen. Dazu wollen CDU und SPD auch die Landesbauordnung anpassen. Zusätzlich wird geprüft, ob sich eine Quote für rollstuhlgerechte Wohnungen im Gesetz verankern lässt.

VdW Saar sieht die Pläne kritisch

Daneben möchten die beiden Parteien wohnungspolitisch die Themen Energieeffizienz und Smart Home voranbringen. Der Verband VdW Saar warnt in diesem Zusammenhang davor, über das Ziel hinauszuschießen. "Die Politik darf die damit verbundenen Kosten nicht aus den Augen verlieren und muss sich am Bedarf orientieren", teilt der Vorstand mit. Dies gelte für die Quote an rollstuhlgerechten Wohnungen genauso wie für Smart-Home-Dienste und weitere Energieeinsparungen.

Dagegen lobt der Verband die Pläne der Koalition, den Brandschutz zu reformieren. Diese will dadurch die Baugenehmigungsverfahren beschleunigen und ein "verlässliches und gleichmäßiges Niveau" bei der Brandschutzbeurteilung erreichen. Die schrittweise Einführung einer elektronischen Baugenehmigung soll ebenfalls Tempo ins Genehmigungsverfahren bringen.

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