Geldwäsche: Politik lockert Vorgaben für Makler

Für die Geldwäscheprüfung bei ihrer Kundschaft haben Makler fortan mehr Zeit als bisher.
Quelle: Pixelio.de, Urheber: birgitH

Künftig dürfen Makler die Identität eines potenziellen Käufers deutlich später prüfen als bisher. Die Prüfung, die Geldwäsche verhindern soll, wird erst erforderlich, wenn der Kunde ernsthaft am Erwerb des Objekts interessiert ist.

Bisher ist die Kontrolle bereits bei Abschluss des Maklervertrags und damit meistens vor der Besichtigung Pflicht. Die Verschiebung nach hinten gehört zu den am Mittwoch im Bundestag-Finanzausschuss verabschiedeten Änderungen des Geldwäschegesetzes.

Der IVD interpretiert die Regelung so: Ernsthaftes Kaufinteresse bestehe spätestens mit Erhalt eines Kaufvertragsentwurfs. Außerdem könnten Reservierungsvereinbarung, Überweisung einer Reservierungsgebühr an den Makler oder Abschluss eines Vorvertrags als ernsthaftes Interesse gewertet werden.

Die neue Lösung sei "angemessen und bedeutet weniger Bürokratie für unsere Berufsgruppe", sagte IVD-Präsident Jürgen Michael Schick. Das novellierte Geldwäschegesetz soll am 27. Juni in Kraft treten.

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