Deutscher Architekturpreis für Gymnasium Diedorf

Als zukunftsweisender Schulneubau wurde das Schmuttertal-Gymnasium in Dierdorf bei Augsburg mit dem Deutschen Architekturpreis 2017 ausgezeichnet.
Quelle: Hermann Kaufmann ZT GmbH & Florian Nagler Architekten GmbH, Urheber: Stefan Müller-Naumann

Der Deutsche Architekturpreis geht in diesem Jahr an die Arbeitsgemeinschaft Hermann Kaufmann ZT und Florian Nagler Architekten. Ausgezeichnet wurden die Architekten für den Neubau des Schmuttertal-Gymnasiums in Diedorf bei Augsburg.

Die Preisrichter fanden insbesondere das Konzept eines Plusenergiehauses und die Architektur der offenen Lernlandschaften zukunftsweisend. In Bayern werden ausgewählte Gymnasien seit einiger Zeit mit sogenannten Lernclustern ausgestattet, die das starre Lernen in Klassenzimmern ergänzen sollen. Zudem habe man das Gymnasium als Holzskelettbau dank des hohen Vorfertigungsgrads kostengünstig und schnell errichten können. Von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) wurde das Schulprojekt außerdem mit 1,1 Mio. Euro gefördert. Angesichts der Herausforderungen beim Schulbau in den kommenden Jahren und der angespannten Haushaltssituation vieler Kommunen forderte Bundesbauministerin Barbara Hendricks (SPD) mehr langfristig tragfähige Konzepte.

Der Deutsche Architekturpreis (DAP) ist mit 30.000 Euro dotiert und wird seit 1971 alle zwei Jahre für herausragende baukulturelle Leistungen vergeben. Seit 2011 wird der Preis vom Bundesbauministerium und der Bundesarchitektenkammer gemeinsam ausgelobt. In diesem Jahr hatte die Jury unter dem Vorsitz von Professor Markus Allmann von Allmann Sattler Wappner Architekten aus München die Auswahl aus 160 Bewerbungen. Erstmals konnten auch Projekte eingereicht werden, die im Namen der Bundesrepublik Deutschland oder überwiegend aus Zuwendungsmitteln des Bundes im Ausland fertiggestellt wurden.

Weitere Auszeichnungen ...

Zusätzlich zum Hauptpreis vergab die Jury vier Auszeichnungen, die mit jeweils 4.500 Euro dotiert sind sowie sechs Anerkennungen mit je 2.000 Euro.

Mit der Deutschen Schule in Madrid wurde ein solches Auslandsprojekt ausgezeichnet. Das 60 Mio. Euro teure Projekt wurde 2015 von Grüntuch Ernst Architekten aus Berlin im Auftrag des Bundes errichtet.

Eine weitere Auszeichnung bekam das Büro Bolles + Wilson aus Münster, die das Ensemble Altes Hafenamt in Hamburg im Auftrag der Projektgesellschaft Groß+Partner &25 hours Hotel & Altes Hafenamt Hamburg in ein Hotel umgeplant haben.

Das Büro Staab Architekten aus Berlin bekam die Urkunde für die Generalsanierung des Baden-Württembergischen Landtags in Stuttgart. LIN Architekten Urbanisten aus Berlin wurden für drei klimafreundliche Punkthäuser der Bremer Wohnungsbaugesellschaft Gewoba ausgezeichnet.

... und Anerkennungen

Anerkennungen bekamen die Münchner bogevischs buero architekten & stadtplaner für die Wohnanlage wagnisART der Wohnbaugenossenschaft Wagnis, vonM Architekten, Stuttgart, für das Kinder- und Familienzentrum in Ludwigsburg-Poppenweiler, Mensing Timofticiuc Architekten, Berlin, für das Coworking-Zentrum Hafven der Plimo in Hannover, Reichel Schlaier Architekten, Stuttgart, für den Neubau des Besucher- und Kundenzentrums des Reinigungsmaschinenherstellers Kärcher in Winnenden, NKBAK Nicole Kerstin Berganski Andreas Krawczyk aus Frankfurt am Main für die Erweiterung der Europäischen Schule Frankfurt und Caruso St John Architects, London/Zürich, für den Neubau der Bremer Landesbank.

Die Preisverleihung mit Bundesbauministerin Hendricks findet am 26. Juni 2017 in der Akademie der Künste am Pariser Platz in Berlin statt.

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