Union will 1,5 Mio. neue Wohnungen in vier Jahren schaffen

Bundeskanzlerin Angela Merkel zieht mit den Themen Arbeit und Wohnen in den Bundestagswahlkampf.
Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Ingo Heine

CDU und CSU wollen in der kommenden Legislaturperiode 1,5 Mio. neue Wohnungen schaffen. Das hat die Union in ihr Wahlprogramm zur Bundestagswahl am 24. September geschrieben. Rein rechnerisch wären das rund 375.000 Einheiten pro Jahr.

Ein Jahr haben CDU und CSU an dem Regierungsprogramm gefeilt. Am Montag wurde es von den Bundesvorständen der beiden Schwesterparteien beschlossen und verkündet. Zwar hat das Thema Arbeit absoluten Vorrang. Bauen und Wohnen kommt aber nach Forschung auf Rang drei der Agenda.

Laut Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sollen in der nächsten Legislaturperiode rund 1,5 Mio. Wohnungen geschaffen werden. Um dieses ehrgeizige Ziel zu erreichen, sollen Steuerabschreibungen den Neubau fördern und dieser wiederum die steigenden Mieten in den Ballungsgebieten stoppen.

Zudem will die Union ein Baukindergeld einführen. Danach sollen Familien, die ein Häuschen bauen bzw. kaufen wollen, mit einem jährlichen Zuschuss von 1.200 Euro pro Kind gefördert werden. Das Baukindergeld sei dabei auf zehn Jahre ausgelegt, sagte CSU-Chef Horst Seehofer am Mittwoch in Berlin. Außerdem soll es einen Freibetrag auf die Grunderwerbsteuer in Absprache mit den Ländern geben, sagte Merkel. Das alles soll ohne weitere Schulden und ohne Steuererhöhung gestemmt werden, betonte die Kanzlerin.

Auch die SPD hat ein Familienbaugeld für den Erwerb von Wohneigentum im Programm stehen. Das allerdings soll sozial gestaffelt werden. Zusätzliche Belastungen beim Immobilienerwerb sollen durch Einführung des Bestellerprinzips auch beim Verkauf reduziert werden. Dadurch müssten künftig in der Regel die Verkäufer die Maklergebühr zahlen, die Nebenkosten für die Käufer würden sinken. Dagegen haben sich aber schon CDU/CSU und FDP positioniert. Grüne, Linke und AfD sind für die Ausweitung des Prinzips: Wer bestellt, bezahlt.

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