empirica: Grundsteuer C statt Baukindergeld

Das Beratungsinstitut empirica sieht in einem Baukindergeld, für das CDU/CSU und SPD mit Blick auf die Bundestagswahlen im Herbst plädieren, eine "preistreibende und bürokratische Zulage". Sie wecke Begehrlichkeiten bei Bauträgern und Grundstückseigentümern, heißt es, sprich: werde wohl von diesen Akteuren abgeschöpft, so dass Förderberechtigte letztlich nicht entlastet würden. Dem entsprechend zahle, wer aufgrund eines zu hohen Verdienstes oder Kinderlosigkeit nicht gefördert werde, gegenüber dem Status quo womöglich drauf. Auch eine Senkung der Grunderwerbsteuer hält empirica nicht für zielführend, sondern in erster Linie das Schaffen von zusätzlichem Bauland. Sinnvoll sei daher eine Grundsteuer C. Diese Steuer soll Grundstücksspekulanten unter Druck und infolgedessen mehr Flächen in die Bebauung bringen. Erreicht würde das, indem Wohnungsbaugrundstücke, die nicht bebaut werden, höher besteuert werden als bebaute Wohngrundstücke.

Vorerst aber steigen Preise vielerorts. Laut empirica gingen die inserierten Kaufpreise für neue Eigentumswohnungen im zweiten Quartal dieses Jahres in den kreisfreien Städten gegenüber dem entsprechenden Vorjahresquartal um 9,5% nach oben, in den Landkreisen um 7,3%. Was beispielsweise für Käufer von Neubauwohnungen in München heißt, dass 7.353 Euro/qm verlangt werden. Auch die inserierten Mieten für Neubauwohnungen zogen an: In kreisfreien Städten gegenüber dem Vorjahreszeitraum deutschlandweit um 3,8%. In München ging es mit 17,07 Euro/qm empirica zufolge erstmals über die 17-Euro-Grenze.

Zurück zur Startseite