IVD fordert nationale Strategie für mehr Wohnungen

IVD-Präsident Jürgen Michael Schick geht in die Offensive.
Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Peter Dietz

Der Immobilienverband IVD fordert einen Immobiliengipfel im Bundeskanzleramt. Um mehr bezahlbaren Mietwohnungsbau und Wohneigentum zu fördern, sei eine gesamtdeutsche Anstrengung notwendig. Mieterbund, Verbände und Institutionen der Immobilienwirtschaft, Entwickler sowie Bauträger gehören an einen Tisch, sagte IVD-Präsident Jürgen Michael Schick.

"Wohnen muss Chefsache werden", so Schick weiter. "Wir brauchen in Deutschland eine Eigentumsquote von 50% und 400.000 neue Wohnungen pro Jahr, insbesondere mehr bezahlbare Eigentumswohnungen und mehr bezahlbaren Mietwohnungsbau." Ein Immobiliengipfel bedeute die Abkehr von einer reinen Mietenpolitik, wie sie in den vergangenen Jahren praktiziert wurde.

Vermögensaufbau über die eigenen vier Wände muss auch für mittlere Einkommen und Familien mit Kindern möglich sein. Beiden Gruppen ist es bisher nicht möglich, den Traum vom Eigenheim zu verwirklichen. Gerade jetzt sei ein Immobiliengipfel notwendig. "Wir brauchen fast 1,5 Mio. neue Wohnungen. Das ist nicht mit einer Politik der kleinen Schritte getan", erklärt Schick. Das erfordere eine gesamtdeutsche Anstrengung, die auch vom Bund koordiniert werden müsse.

Deutschland brauche "eine nationale Strategie", um den Wohnungsmangel zu bekämpfen. Dabei gehe es nicht um einzelne Gesetze, die zum Teil im Widerspruch zueinander stehen und immer nur Partikularinteressen berücksichtigen. Nötig sei eine Agenda, an der alle Akteure beteiligt sind. Nach einem Autogipfel und dem Dieselgipfel gehöre nun das Thema Wohnen und Immobilien auf den Tisch. "Ans Steuerrad des Wohnungsbaus gehört die Bundeskanzlerin", fordert Schick.

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