Patrizia braucht eigene Aktien für mögliche Übernahme

Patrizia Immobilien hat bei der Vorlage ihrer Halbjahreszahlen ein Aktienrückkaufprogramm verkündet, das bis zum 7. September laufen wird. Dessen Volumen beziffert Andre Remke von Baader Helvea auf ca. 50 Mio. Euro bzw. ca 3% des Aktienkapitals; der Hauptaktionär, CEO Wolfgang Egger, werde sich an der Aktion nicht beteiligen. "Das riecht nach Übernahme", schreibt der Analyst. Patrizia möchte die eigenen Aktien "insbesonder auch als (Teil-)Gegenleistung im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen oder zum Erwerb von Unternehmen" verwenden. Der Rückaufpreis entspricht einer Prämie von 0,2% bis 9,7% des durchschnittlichen Handelskurses der letzten drei Börsentage.

Im 1. Halbjahr 2017 verbuchte Patrizia Einnahmen aus Immobilienmanagement in Höhe von 88,1 Mio. Euro (+13,1% gegenüber Vorjahreszeitraum). Die reinen Verwaltungsgeführen blieben mit 45 Mio. Euro stabil, die leistungsabhängigen Gebühren vervielfachten sich von 1,7 Mio. auf 24,4 Mio. Euro, und die Einnahmen aus Transaktionsgebühren blieben mit 18,7 Mio. Euro unter dem Vorjahreswert von 29,1 Mio. Euro. Der Halbjahresgewinn von 24,3 Mio. Euro nimmt sich im Vergleich zu 2016 bescheiden aus. Das liegt an dem positiven Effekt aus dem Verkauf des Harald-Portfolios, der das damalige Ergebnis auf 230,6 Mio. Euro katalpultierte. Um diesen Effekt bereinigt konnte sich Patrizia operativ verbessern, nämlich von 24,1 Mio. auf 35,1 Mio. Euro.

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