BFH erlaubt Sofortabzug von Reparaturkosten

Zerstört der Mieter absichtlich die gemietete Wohnung, kann der Eigentümer die Kosten für die Reparaturen als Werbungskosten sofort steuerlich geltend machen. Der Bundesfinanzhof (BFH) hat in einem heute veröffentlichten Urteil klargestellt, dass die Beseitigungskosten nicht als anschaffungsnahe Herstellungskosten zu werten sind, sondern als Erhaltungsaufwand.

Damit stellten sich die BFH-Richter gegen die Finanzverwaltung. Die hatte gemeint, der Eigentümer müsse die rund 20.000 Euro, die er für eingeschlagene Scheiben, kaputte Bodenfliesen und die Folgeschäden eines Rohrbruchs zahlen musste, als AfA (Absetzungen für Abnutzung) anteilig mit 2% über 50 Jahre abschreiben (Urteil vom 9. Mai 2017, Az. IX R 6/16).

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