Hotelimmobilienmarkt wieder auf Rekordkurs

Das Crowne Plaza in Heidelberg ist Teil des bisher größten Deals des Jahres. Invesco Real Estate hat es zusammen mit zehn weiteren deutschen und zwei niederländischen Hotels gekauft.

Nach einem Rückgang des Transaktionsvolumens zur Jahresmitte ist auf dem deutschen Hotelimmobilienmarkt nach drei Quartalen wieder ein Rekordwert erzielt worden. Bemerkenswert ist dabei der große Anteil an Einzeldeals und Projektentwicklungen.

Hotels für rund 3,1 Mrd. Euro wurden in den ersten neun Monaten dieses Jahres in Deutschland gehandelt, haben JLL, Colliers und BNP Paribas Real Estate (BNPPRE) ermittelt. CBRE kommt mit 2,9 Mrd. Euro auf einen etwas niedrigeren Wert, aber auch auf ein Rekordergebnis. Laut Colliers legte der Anteil der Einzeltransaktionen um zwölf Prozentpunkte auf 67% zu, das entspricht gut 2 Mrd. Euro. Einzige relevante Portfoliotransaktion im dritten Quartal war der Kauf von 13 Hotels - davon elf in Deutschland - aus dem früheren SitQ-Portfolio durch Fonds von Invesco Real Estate für 530 Mio. Euro. Dabei handelt es sich gleichzeitig auch um den bisher größten Deal des Jahres.

Druck auf die Renditen bleibt hoch

Bemerkenswert ist, dass angesichts von großer Nachfrage und Produktknappheit der Anteil der Projektentwicklungen weiter auf nun 28% gestiegen ist. Beispielsweise hat im dritten Quartal der Investment-Manager Duxton Capital Advisors das in Leipzig geplante Capri by Frasers mit 151 Zimmern erworben. Auch der Druck auf die Renditen bleibt hoch. Für erstklassige Hotels mit Pachtvertrag lägen sie bei 4,0%, sagt Armin Bruckmeier, Hotelexperte bei CBRE.

Die meisten Makler halten es für möglich, dass das Jahresergebnis um den Spitzenwert des vergangenen Jahres von 5,2 Mrd. Euro landen wird. Das hänge aber ab von der Bautätigkeit und der Bereitschaft von Bestandshaltern, sich angesichts gestiegener Preise von größeren Beständen zu trennen, erklärt Alexander Trobitz, verantwortlich für das Hotelgeschäft bei BNPPRE.

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