H&M will Drei-Jahres-Verträge

David Beckham, Werbefigur von H&M, im Forum Mülheim.
Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Christoph v. Schwanenflug

Die starken Einzelhändler drängen auf kürzere Mietverträge. Vorreiter der Entwicklung sind die globalen Modekonzerne H&M und Inditex.

Die Zurückhaltung des Einzelhandels, neue und langfristige Mietverträge abzuschließen, war ein Thema auf der Immobilienmesse Expo Real. Christoph Scharf, Leiter Retail beim Makler BNP Paribas Real Estate, sagte in einer Journalistenrunde: "Früher gab es für eine Fläche sechs Interessenten, heute gibt es zwei. Die großen Retailer fordern inzwischen bei den Verträgen bereits nach drei Jahren eine Break-Option." Gemeint ist ein einseitiges Ausstiegsrecht des Mieters aus einem Mietvertrag nach drei Jahren.

In einem heute erschienenen Artikel der Fachzeitung Textilwirtschaft (TW) bestätigt eine H&M-Sprecherin dieses Verhandlungsziel: "Es ist richtig, dass Mietverträge über eine Laufzeit von maximal drei Jahren für uns sehr interessant sind und wir uns auch zukünftig in dieser Richtung positionieren möchten. Einseitig vom Mieter kündbare Verträge sind innerhalb der Branche durchaus üblich." Als weiterer Kandidat für Mietverträge mit Ausstiegsoption nach drei Jahren wird in dem Artikel in der Printausgabe der TW ("Mieter in Angriffslaune") der spanische Modekonzern Inditex (u.a. Zara) genannt. Offiziell wollte sich das Unternehmen gegenüber der Zeitschrift zum Thema aber nicht äußern.

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