Savills expandiert in Spanien und Deutschland

Mehr gelbe Punkte will Savills in Deutschland und Europa besetzen.
Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Peter Dietz

Das Maklerhaus Savills expandiert europaweit. In Spanien hat der britische Konzern just das spanische Beratungsunternehmen Aguirre Newman mit 400 Leuten für 67 Mio. Euro übernommen. Auch in Deutschland will Savills wachsen - und das nicht nur organisch.

Deutschland-Chef Marcus Lemli will das Geschäft hierzulande breiter aufstellen. Ganz oben auf der Prioritätenliste steht der Bereich Property-Management. Savills ist schon länger auf der Suche nach einem Unternehmen, das zur Gruppe passt. Zurzeit seien mehrere Kandidaten in der Prüfung, sagt Lemli und gibt sich optimistisch, im kommenden Jahr eine Übernahme melden zu können.

Lemli würde das Vermietungsgeschäft gerne durch die Dienstleistung Workplace-Consulting ergänzen. Hier sieht der Manager großes Potenzial. Dabei fließen neben technischen und ökonomischen Aspekten auch emotionale Kriterien wie Kreativität und Wohlbefinden in die Beratung über maßgeschneiderte Büro- und Raumkonzepte ein. In diesem Bereich sondiere Savills derzeit den Markt nach geeigneten Übernahmemöglichkeiten.

Deutsche Tochter schreibt schwarze Zahlen

Lemli sieht die deutsche Tochter gut aufgestellt. Im vergangenen Jahr hatte Savills hierzulande einen operativen Gewinn von rund 4,6 Mio. Euro eingefahren; das ist doppelt so viel wie noch 2015. Savills hatte 2014 die Verlustzone verlassen und seitdem kontinuierlich die schwarzen Zahlen größer schreiben können. Auch 2017 wird laut Lemli ein Gewinn herausspringen. Der Erlös lag 2016 bei 43,7 Mio. Euro. Hier hofft der Deutschland-Chef auf einen Schnaps mehr. Optimistisch stimmt ihn der Zuwachs bei der Vermietung um mehr als ein Zehntel.

In Spanien hat der Maklerkonzern den lokalen Spieler Aguirre Newman übernommen. Dafür legt Savills rund 67 Mio. Euro auf den Tisch. Das neue Tochter mit mehr als 400 Mitarbeitern hat ihren Hauptsitz in Madrid und betreibt Büros in Barcelona, Malaga, Lissabon und Porto. Zum Dienstleistungsportfolio gehören unter anderem die Bereiche Vermietung, Investment, Corporate Finance und Asset-Management.

Die Geschäftsfelder beider Unternehmen werden zusammengeführt und in Spanien zunächst unter dem Namen Savills Aguirre Newman agieren. Auch die deutsche Tochter werde von der Übernahme profitieren, sagt Lemli. Bei Investoren werde Savills künftig als ein noch größerer internationaler Spieler wahrgenommen. Das helfe der Marke insgesamt.

Globalen Kunden den Zugang zu europäischen Märkten öffnen

Nach der Übernahme könne Savills die Nummer eins in Spanien werden, meint Mark Ridley, Chief Executive Officer Savills UK & Europe. "Der Zusammenschluss ist ein weiterer wichtiger Treiber für das Wachstum unseres Unternehmens in Europa und weltweit", sagt er. Spanien gehöre immobilien- und finanzwirtschaftlich zu den aufstrebenden Standorten Europas. Auch in Norwegen und Italien, in Rumänien und Tschechien hat Savills in diesem Jahr mit Partnerschaften und Übernahmen die Präsenz erweitert.

"Mit dem Ausbau unseres europäischen Geschäfts wollen wir für unsere globalen Kunden den Zugang zu weiteren Märkten in Europa verbessern", erklärt Lemli und fügt an: "Osteuropa wird für Cross-Border-Investments immer interessanter, da sich die Immobilienwirtschaft im Vergleich zu Deutschland oder Großbritannien in einem früheren Stadium des Investmentzyklus befindet und entsprechend noch Spitzenrenditen über dem Durchschnittsniveau der europäischen Core-Märkte bietet."

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