Sparen fürs Wohneigentum erscheint vielen zwecklos

Der Verband der Privaten Bausparkassen schlägt Alarm: Weil die Wohnungspreise in Ballungsräumen explodiert seien, würden Normalverdiener mittlerweile daran zweifeln, ob es sich überhaupt noch lohnt, für den Wohneigentumserwerb Geld auf die hohe Kante zu legen. Eine im Auftrag des Verbands durchgeführte Umfrage durch Kantar TNS bei über 2.000 Bundesbürgern im Alter von über 14 Jahren hat ergeben, dass der Anteil der Sparwilligen schrumpft: von 46% im Sommer dieses Jahres auf nun 41%. Doch nicht nur fürs Wohneigentum sinkt die Sparneigung der Deutschen, sondern auch für andere Motive wie die Altersvorsorge (von 58% auf 52%) und den Konsum (von 54% auf 51%). "Dahinter dürfte sich eine gewisse Ratlosigkeit verbergen, weil viele einfach nicht wissen, wie sie mit dem Thema Nullzinsen umgehen sollen", vermutet Verbandspräsident Andreas J. Zehnder. Beim Thema Wohnen nimmt der Lobbyist die möglichen Koalitionäre in Berlin in die Pflicht: "Gerade junge Familien brauchen neue Impulse für die Eigenkapitalbildung."

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