Jamaika soll Sinkflug bei Wohnungsgenehmigungen stoppen

Die Anzahl der genehmigten Wohnungen in Deutschland ist in den ersten neun Monaten des Jahres 2017 erneut zurückgegangen. Zwischen Januar und September wurden 256.821 Wohnungen genehmigt (-7%, Vorjahreszeitraum: 276.297), berichtet das Statistische Bundesamt (Destatis). Allerdings hält auch der Trend an, dass die Genehmigungszahl bei Wohnungen in Mehrfamilienhäusern wächst (um 0,9 % auf 125.000 Einheiten) und damit laut Destatis den höchsten Stand seit 20 Jahren erreicht (im vergleichbaren Zeitraum 1997: 171 000 Wohnungen). Stark rückläufig sind die Zahlen bei Einfamilienhäusern (5,7%) sowie Wohnungen in Wohnheimen (hauptsächlich Flüchtlingsunterkünfte, -40,9%). Auch die Anzahl der Wohnungen, die durch Um- und Ausbau bestehender Gebäude entstehen sollen, gingen deutlich zurück (-20,8%).

"Wir dürfen nicht zulassen, dass dem Wohnungsbau jetzt die Puste ausgeht. Die Immobilienmärkte der Groß- und Universitätsstädte sind nach wie vor angespannt, dieses Problem müssen wir schnell und kreativ meistern", erklärt Andreas Mattner, Präsident des Zentralen Immobilien Ausschusses, und verlangt eine zügige Einigung bei den Sondierungsgesprächen der möglichen künftigen Jamaikakoalition. Nötig seien schnellere Grundstücksvergaben und Baugenehmigungsverfahren sowie neue Anreize für den Wohnungsbau, etwa durch die Erhöhung der linearen AfA von 2% auf mindestens 3%.

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