Bundesbank: Überbewertungen von Wohnimmobilien steigen

Wohnimmobilien in deutschen Großstädten sind überteuert. Das hatte die Bundesbank bereits vor einigen Jahren festgestellt. Zuletzt taxierte die Bundesbank die Überbewertung, also jenen Teil der Preissteigerung, der nicht durch Fundamentalfaktoren zu erklären ist, auf 10% bis 20%. Bei der Präsentation des Finanzstabilitätsberichts 2017 am heutigen Vormittag sprach Bundesbank-Vizepräsidentin Claudia Buch von einer Zunahme dieses Anteils auf 15% bis 30%. Ein Großteil der Überbewertungen ginge auf das Konto der Niedrigzinsen. Dennoch gab Buch Entwarnung: Gefahren für die Finanzstabilität bestünden derzeit keine, weil die Kreditvergabestandards nach wie vor nicht merklich gelockert wurden. Deshalb gebe es auch keinen Anlass, die seit diesem Sommer zur Verfügung stehenden makroprudenziellen Instrumente (Verschuldungsobergrenze, Amortisationsvorgaben) zum Einsatz zu bringen. Allerdings bemängelte Buch, dass es nach wie vor "erhebliche Datenlücken" gebe, die eine genaue Analyse der Kreditvergabestandards in gewünschter Qualität und Quantität verhinderten.

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