Real I.S. kauft dieses Jahr Immobilien für 1 Mrd. Euro ein

Real I.S. hat in diesem Jahr für den Luxemburger Immobilien-Spezial-AIF BGV III unter anderem diese Büroimmobilie an der Avenue Hoche in Paris veräußert.
Quelle: Real I.S. AG

Die BayernLB-Tochter Real I.S. wird in diesem Jahr voraussichtlich Immobilien für rund 1 Mrd. Euro erwerben. Das sagte Real-I.S.-Vorstand Jochen Schenk der Immobilien Zeitung. Diese Größenordnung wäre noch mal ein Plus gegenüber dem ohnehin schon starken Vorjahr (877 Mio. Euro). Die Oberbayern konzentrieren sich als Käufer vor allem auf Mittel- und Westeuropa. Zudem halten sie an ihren Plänen für einen Australien-Publikums-AIF fest. Dagegen stehen Immobilieninvestitionen in den USA derzeit eher nicht an.

Die Einkaufsliste des Asset-Managers, der sich in der Regel für Gewerbeimmobilien der Risikoklassen Core/Core plus interessiert, enthält in diesem Jahr Objekte in Deutschland, Irland und den Niederlanden. Verkauft wurde in Deutschland, Frankreich und Kanada. Bei den Verkäufen geht es häufig um geschlossene Immobilienfonds, die in die Jahre gekommen sind, und zum Beispiel um den institutionellen Fonds BGV III, der vor gut zehn Jahren aufgelegt wurde.

Ankäufe nahmen die Münchner insbesondere für den Spezial-AIF BGV VII vor. Er soll 1 Mrd. Euro groß werden und 600 Mio. Euro Eigenkapital von institutionellen Investoren (primär Sparkassen; daneben auch Versicherungen, Versorgungswerke, Privatbanken, Volksbanken, Unternehmen) erhalten. Bislang sind 420 Mio. Euro Eigenkapital beisammen. Der größte Ankauf wurde indes für den Themenfonds Deutschland II getätigt. Zielobjekt für 190 Mio. Euro war das Büro- und Geschäftshaus Leuchtenbergring 20 in München.

In Australien gibt es 4,5% für das, was in Deutschland höchstens 3,5% brächte

In Australien kam die Real I.S. in diesem Jahr noch nicht zum Zuge. Zuletzt schnappte sich ein chinesischer Investor eine Immobilie, die die BayernLB-Tochter gerne in den Australien 10 gepackt hätte, den nächsten Publikums-AIF mit Immobilie in Down Under. Also nimmt sich das Management nun vor, den Fonds im nächsten Jahr zu bringen. Er soll ein Eigenkapitalvolumen von 40 Mio. bis 50 Mio. AUD haben und 4,5% Ausschüttung im Jahr liefern. Für Vergleichbares in Deutschland, rechnet Schenk vor, würde es höchstens 3,5% Ausschüttung geben. Heißt im Umkehrschluss: Immobilien von aktuellen geschlossenen Deutschland-Publikums-AIF, die deutlich mehr als 3,5% ausschütten, stünden vermutlich nicht unbedingt in Bestlagen.

Neben dem Australien 10 wird Real I.S. im kommenden Jahr auch den nächsten Spezial-AIF der BGV-Reihe bringen. Er heißt BGV VIII und konzentriert sich wie sein Vorgänger auf Gewerbeimmobilien in Mittel- und Westeuropa. Gekauft wird, was im Fall von Büros mindestens 3% Ausschüttung im Jahr verspricht. Bei Handels-, Logistik- und Hotelimmobilien sollen es mindestens 4% sein. Bei Büro- und Handelsimmobilien interessiert sich der Asset-Manager unter anderem für Investments in Spanien. Dazu passt die Niederlassung in Madrid, die in der Gründung befindlich ist.

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