Wohnpreisexplosionen auch in Mittelstädten

In Lüneburg sind laut Immowelt die Wohnungskaufpreise seit 2012 um 67% gestiegen.
Quelle: pixabay.com, Urheber: PeterKraayvanger

Nicht nur in den Metropolen, auch in deutschen Mittelstädten (50.000 bis 100.000 Einwohner) sind laut Immowelt kräftige Steigerungen bei den Angebotspreisen für Wohneigentum zu beobachten. Die größten Zuwächse von bis zu 79% seit 2012 verzeichnen Rosenheim, Esslingen, Lüneburg und Passau. Untersucht hat das Internetportal die inserierten Preise in insgesamt 108 Städten.

Den größten Anstieg bei den Angebotspreisen innerhalb der vergangenen fünf Jahre gab es demnach in Rosenheim, und zwar von 2.150 Euro/qm im Median im Jahr 2012 auf 3.840 Euro/qm im Jahr 2017. Das bedeutet eine Erhöhung um 79%. Eine Steigerung um 67% seit 2012 verzeichnen Esslingen (aktuell 3.110 Euro/qm), Lüneburg (2.490 Euro/qm) und Passau (2.220 Euro/qm). Diese Mittelstädte profitieren dabei davon, Ausweichorte für die Metropolen München und Stuttgart zu sein. Auf ein Plus von 65% kommt beispielsweise auch Langenhagen in der Nähe von Hannover.

Aber auch weit abseits der Metropolen steigen laut Immowelt die Angebotspreise für Wohneigentum seit 2012 deutlich. In Hameln und Landshut um jeweils 66%, in Gießen um 65%, in Neu-Ulm um 61%. Insgesamt sind laut Immowelt in 104 der 108 untersuchten Städte die Kaufpreise für Wohneigentum stärker gestiegen als die Inflationsrate. Ausnahmen bilden zum Beispiel Plauen oder Gera, wo es Rückgänge um 6% bzw. 15% seit 2012 gab.

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