ING macht Milliarden für deutsche Immobilienkredite locker

Der Frankfurter Firmensitz der ING in Deutschland.
Quelle: ING-DiBa Pressebild

Die holländische Bank ING hegt Wachstumspläne in der gewerblichen Immobilienfinanzierung in Deutschland. In den nächsten drei Jahren soll der Kreditbestand auf rund 6 Mrd. Euro verdoppelt werden.

Weltweit ist die ING mit rund 30 Mrd. Euro in gewerbliche Immobilienkredite investiert. Etwa 11% bzw. etwas mehr als 3 Mrd. Euro sind davon für deutsche Immobilien bestimmt. Künftig sollen es deutlich mehr werden: "Wir haben in Deutschland eine Wachstumsstory", sagt Michele Monterosso, Leiter des gewerblichen Immobilienkreditgeschäfts für Deutschland und Österreich. Bis 2020 soll der Kreditbestand jedes Jahr um 1 Mrd. Euro wachsen. Im Fokus stünden Handelsimmobilien sowie Bürogebäude und Logistikimmobilien. Nicht finanzieren will Monterosso Bauvorhaben.

Bei der Refinanzierung der Kredite macht sich die ING das rund 130 Mrd. Euro schwere Einlagengeschäft der deutschen Tochter ING-DiBa zunutze. Das Geld deutscher Sparer bringt der ING einen Vorteil bei der Preiskalkulation der Immobilienkredite. So kann es vorkommen, dass Kredite für ausländische Immobilien, die von Kollegen aus anderen Niederlassungen akquiriert werden, mit ING-DiBa-Einlagen günstiger refinanziert und auf die deutsche Bilanz genommen werden. Besonders vorteilhaft wird es, je weiter sich die Bank von den Pfandbriefbeleihungsgrenzen entfernt. Konsequent ausspielen will Monterosso diesen Vorteil aber gar nicht. Bei Beleihungen bis zu 60% des Marktwerts (LTV) ist in der Regel Schluss, in Ausnahmefällen geht es auch mal bis 65%. Die Abneigung gegen höhere Kreditausläufe begründet er zum einen mit dem vielen Eigenkapital im Gepäck der Kunden, zum anderen mit dem fortgeschrittenen Immobilienzyklus: "Höhere LTVs sind uns in dieser Marktphase einfach zu riskant."

Lesen Sie den vollständigen Artikel "DiBa-Milliarden für ING-Immobilienkredite" in der an diesem Donnerstag erscheinenden Ausgabe der Immobilien Zeitung Nr. 51/17.

Zurück zur Startseite