EuGH kippt deutsche Kapitalertragsteuer für EU-Immoholdings

Ausländische institutionelle Investoren mit deutschem Immobilienbesitz können sich vom hiesigen Fiskus Kapitalertragsteuern zurückholen. Grund sind zwei Urteile des Europäischen Gerichtshofs vom 20. Dezember (Az. C-504/16 und C-613/16). Es geht um Steuern, die zwischen 2013 bis jetzt auf Dividenden deutscher Tochtergesellschaften fällig waren, wenn diese Erträge an ihre ausländische Mutter ausschütteten. Dies ist häufig bei Immobilienholdings nach Luxemburger (Lux S.à.r.l) oder niederländischem Recht (Dutch B.V) der Fall. Diese Besteuerungspraxis der deutschen Finanzverwaltung verstößt nach Ansicht des EuGH gegen europäisches Recht.

Für 2013 ist Eile bei der Erstattung geboten: „Anträge für das Jahr 2013 müssen bis zum 31. Dezember 2017 eingereicht sein, sonst verjährt der Anspruch“, sagt Steuerberater Alexander Lehnen von Arnecke Sibeth, München. Zuständig für Anträge auf Erstattung sei das Bundeszentralamt für Steuern.

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