Söder plant bayerische Wohnungsbaugesellschaft

Der designierte bayerische Ministerpräsident und aktuelle Finanzminister des Freistaats, Markus Söder (CSU), will den Wohnungsbau in Bayern künftig stärker fördern.

Dazu soll es unter anderem eine bayerische Eigenheimzulage geben, um den Bürgern vor allem in ländlichen Regionen den Kauf von Immobilien zu erleichtern.

Außerdem will Söder offenbar eine weitere staatliche Wohnungsbaugesellschaft ins Leben rufen. Das melden übereinstimmend die Süddeutsche Zeitung und der Bayerische Rundfunk von der CSU-Klausur in Kloster Banz. Demnach soll die Wohnungsbaugesellschaft unter dem Namen Bayernheim bis 2020 rund 2.000 Wohnungen auf staatlichen Flächen bauen.

Wohnungen vor allem in München

Im Fokus steht dabei offenbar die frühere McGraw-Kaserne im Münchner Stadtteil Obergiesing. Dort sind bereits rund 400 Wohnungen vor allem für Beamte und Mitarbeiter in sozialen Berufen geplant. Nun will der Freistaat offenbar die kompletten 19.000 qm mit eigenen Wohnungen bebauen. Die Bayernheim soll mit einem Kapital von 300 Mio. bis 350 Mio. Euro ausgestattet sein.

Die neue Gesellschaft wird die ebenfalls staatliche Stadibau ergänzen. Diese errichtet für den Freistaat bereits Wohnungen für Beamte und Angestellte des Freistaats. Ebenfalls im Staatseigentum ist die Wohnungsbaugesellschaft Siedlungswerk Nürnberg.

Keine gute Bilanz

Allerdings machten der Freistaat und auch Söder in der Vergangenheit nicht immer eine gute Figur bei staatlichen Wohnungsbaugesellschaften. Die halbstaatliche bayerische Landeswohnungs- und Städtebaugesellschaft (LWS) fuhr in den 1990er Jahren durch waghalsige Grundstücksgeschäfte und Bauprojekte rund 400 Mio. DM (rund 200 Mio. Euro) Verlust ein. Das Unternehmen hatte damals rund 28.000 Wohnungen.

Als Finanzminister war Söder 2013 zudem für den Verkauf der 33.000 GBW-Wohnungen an ein Konsortium um Patrizia verantwortlich, der bis heute wegen vieler Ungereimtheiten für Schlagzeilen sorgt.

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