Fünf Bieter für das Polizeipräsidium Frankfurt

Das alte Polizeipräsidium in Frankfurt.
Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Lars Wiederhold

Der Verkauf des alten Polizeipräsidiums in Frankfurt geht auf die Zielgerade. Fünf Unternehmen haben finale Angebote abgegeben, darunter die Gerch Group aus Düsseldorf und die CG Gruppe aus Berlin.

Der Verkauf des alten Polizeipräsidiums in Frankfurt rückt näher. Gestern präsentierte das mit dem Verkauf beauftragte Maklerunternehmen BNPPRE Vertretern des Hessischen Finanzministeriums die fünf finalen Kaufangebote. Nach Informationen der Immobilien Zeitung (IZ) handelt es sich um die Gerch Group, die CG Gruppe, Pandion, ein Unternehmen namens pure und ein Konsortium um einen Sohn des ehemaligen Frankfurter Oberbürgermeisters Wolfram Brück.

Das höchste Gebot für die 1,5 ha große Liegenschaft, die mit 100.000 qm BGF bebaut werden kann, soll sich über 200 Mio. Euro bewegen. "Wir lassen uns nicht von einem hohen Preis blenden, sondern achten auch auf Transaktionssicherheit", heißt es aus Teilnehmerkreisen.

Höchstes Gebot liegt über 200 Mio. Euro

BNPPRE war im Herbst vergangenen Jahres vom Land Hessen mit dem Verkauf der seit 2002 leer stehenden Liegenschaft zwischen Hauptbahnhof und Messe beauftragt worden. Das Areal gilt als eines der interessantesten Entwicklungsgrundstücke am Frankfurter Immobilienmarkt. Unter anderem ist der Bau eines 145 m hohen Hochhauses möglich. Wie zu hören ist, knüpft die Stadt eine Baugenehmigung aber an zahlreiche Bedingungen. So soll der Investor 30% der geplanten Wohnungen preisgünstig anbieten (geförderter Wohnungsbau) sowie eine Turnhalle und eine Kindertagesstätte bauen. Auch eine kulturelle Nutzung ist gewünscht.

Turnhalle und Kita als Bedingungen

Dem Vernehmen nach reichten im vergangenen Jahr 150 bis 180 Unternehmen Angebote ein. Zehn kamen in die engere Auswahl, von denen fünf jetzt noch im Rennen sind. Die fünf finalen Gebote wurden samt der architektonischen Entwürfe vor dem gestrigen Treffen dem Frankfurter Planungsdezernenten Mike Josef (SPD) präsentiert.

Das Hessische Finanzministerium wollte sich auf Anfrage nicht äußern, BNPPRE dementierte gegenüber der IZ, dass es bereits eine Empfehlung für einen der Bieter ausgesprochen habe.

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