HBC lehnt Signa-Angebot für Kaufhof ab

Die Kaufhof-Eigentümer haben auch das dritte Kaufangebot von René Benkos Signa-Gruppe abgelehnt.
Quelle: Pixelio.de, Urheber: Jochen Sievert

René Benkos Signa-Gruppe schafft es wohl auch im dritten Anlauf nicht, Kaufhof zu übernehmen. Die Hudson's Bay Company (HBC) lehnte das Angebot der Österreicher ab.

Der nordamerikanische Handels- und Immobilienkonzern HBC hat das Kaufangebot von Signa für die Warenhauskette Kaufhof und 41 Kaufhof-Immobilien abgelehnt. "Das Angebot liegt deutlich unter dem Wert unseres Deutschland-Geschäfts und der mit ihm verbundenen Immobilien. Es fehlt eine ausreichende Finanzierungssicherheit, um es zu diesem Zeitpunkt weiterzuverfolgen", teilt HBC mit. Signa habe deshalb sein Angebot zurückgezogen. Die Gespräche seien beendet.

"Die Jungs wollen einfach nicht"

Signa ist die Muttergesellschaft des Kaufhof-Konkurrenten Karstadt. Das Unternehmen von René Benko hatte sowohl für das operative Geschäft von Kaufhof als auch für 41 an Kaufhof vermietete Immobilien geboten, die der Gesellschaft HBS Global Properties gehören. Bei HBS handelt es sich um ein Joint-Venture von HBC und dem US-amerikanischen Immobilieninvestor Simon Properties. Nach der Ablehnung der Offerte von Signa wird es vorerst wohl nicht zu einer Fusion von Karstadt und Kaufhof kommen.

Signa bestätigte den Abbruch der Verhandlungen. "Die Jungs wollen einfach nicht", heißt es aus Österreich. Signa habe das Angebot zurückgezogen, weil das Unternehmen "nicht die notwendigen Due-Diligence-Informationen von Hudson's Bay" erhalten habe. Benkos Mannen haben die Hoffung aber offenbar noch nicht ganz aufgegeben. "Jetzt kommen erst einmal die Quartalergebnisse von HBC, die werden bestimmt wieder ganz wunderbar sein", sagt ein Signa-Manager süffisant. Es war das dritte Angebot von Signa für Kaufhof.

Sportarena-Geschäfte werden geschlossen

Kaufhof macht im Moment schwere Zeiten durch. Medienberichten zufolge will das Unternehmen in der Zentrale in Köln 400 von 1.600 Stellen streichen. Sämtliche Sportarena-Geschäfte, soweit sie nicht auf das Off-Price-Format Saks off 5th umgestellt wurden (Stuttgart, Heidelberg, Frankfurt, Wiesbaden) oder zu Sportabteilungen von Kaufhof umfunktioniert werden (Wuppertal, Würzburg, Düsseldorf), stehen vor der Schließung oder sind bereits geschlossen. Ab dem 19. Februar wird HBC mit Helena Foulkes eine neue Chefin vorstehen.

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