gif erarbeitet Richtlinien für qualifizierte Mietspiegel

Die Gesellschaft für Immobilienwirtschaftliche Forschung (gif) will Richtlinien zur Erstellung qualifizierter Mietspiegel erstellen. Die sollen in diesem Jahr erstmals veröffentlicht und dann regelmäßig überarbeitet werden.

Die gif verweist dazu auf den Entwurf des Koalitionsvertrags von CDU, CSU und SPD, in dem es heißt, dass "durch gesetzliche Mindestanforderungen eine standardisierte Gestaltung qualifizierter Mietspiegel" gesichert werden und so erreicht werden solle, "dass die tatsächlichen Marktverhältnisse auf zuverlässiger Datengrundlage differenziert dargestellt werden".

gif befürwortet bundesweite Vollerhebung aller Neuvermietungen

Ein Mietspiegelkommission genanntes Team der gif unter dem Vorsitz von Irebs-Professor Steffen Sebastian soll daher in diesem Jahr Richtlinien vorlegen, die "die Grundlage für qualitativ hochwertige, methodisch vergleichbare und damit letztlich rechtssichere Mietspiegel" sein sollen. Eine Standardisierung, wie im Koalitionsentwurf zu lesen, wird dabei für weniger wichtig erachtet als eine unabhängig von politischer Einflussnahme erarbeitete Statistik. Zudem hält die gif eine verpflichtende Teilnahme für Mieter und Vermieter an der Datenerhebung für erforderlich, erstrebenswerter noch eine Kombination mit einer bundesweiten zentralen und internetbasierten Vollerhebung aller Neuvermietungen. Das würde die Datenqualität verbessern und Aufschluss in die tatsächliche Mietentwicklung hierzulande geben, heißt es.

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