Die 56 Fonds von Warburg-HIH rentieren im Schnitt mit 8%

Das Quartier am Auswärtigen Amt in Berlin gehört zu den 26 Immobilien, die Warburg-HIH Invest im vergangenen Jahr erworben hat.
Quelle: Warburg-HIH Invest

Der Invest-Manager Warburg-HIH-Invest hat im vergangenen Jahr Immobilien für 1,6 Mrd. Euro transferiert. Das war zwar weniger als 2016 (1,9 Mrd. Euro), gilt im langjährigen Vergleich aber als starker Wert. Trotz der hohen Preise auf vielen Märkten für Büro- und Handelsobjekte der bevorzugten Risikoklasse Core waren die Hamburger als Käufer erheblich stärker engagiert als auf der Verkäuferseite.

Für 1,1 Mrd. Euro kaufte das Unternehmen der Privatbank M.M. Warburg im vergangenen Jahr 26 Immobilien ein, darunter viele Projektentwicklungen und generell eine große Zahl von Off-Market-Deals, erklärt Geschäftsführer Hans-Joachim Lehmann. Die 1,1 Mrd. Euro entsprechen etwa dem Wert aus dem Jahr davor. Zu den Ankäufen des vergangenen Jahres gehören unter anderem das Quartier am Auswärtigen Amt in Berlin, das Bremer Carrée und zwei Büroobjekte im polnischen Wroclaw. Größter Komplex unter den von Warburg-HIH bearbeiteten Projekten ist die rund 250 Mio. Euro schwere neue Gruner+Jahr-Unternehmenszentrale in Hamburg.

Deutlich weniger Verkaufsvolumen als 2016

Anders sieht es beim Geschäft mit Verkäufen aus. Hier verabschiedete sich Warburg-HIH von 21 Immobilien, die rund 500 Mio. Euro auf die Waage brachten. 2016 erlösten die Hanseaten bei Veräußerungen in Summe 800 Mio. Euro. Prominentere Beispiele unter den Verkäufen waren das Bürohaus Arts20 in Brüssel sowie das Büro- und Geschäftshaus Kö-Blick in Düsseldorf.

Ende 2017 managte Warburg-HIH 56 Fonds, die Immobilien in der Größenordnung von 6,7 Mrd. Euro halten (Ende 2016: 6 Mrd. Euro). Die Fonds erzielten im vergangenen Jahr eine durchschnittliche Gesamtrendite (Miet- und Wertänderungsrendite) von 8%. Von den 1,6 Mrd. Euro Transaktionsvolumen entfielen 2017 immerhin 312 Mio. Euro auf An- und Verkäufe im europäischen Ausland. Zu den Märkten, auf denen Warburg-HIH diesbezüglich aktiv war, zählen Belgien, Frankreich, Italien, die Niederlande, Österreich, Polen und Spanien. Der weitaus größte Teil der Deals erfolgte in Deutschland.

Nach Amsterdam und Wien sollen weitere Auslandsniederlassungen folgen

Die pan-europäische Orientierung drückt sich unter anderem auch darin aus, dass Warburg-HIH zuletzt Niederlassungen in Amsterdam und Wien eröffnete. "Weitere Expansionen an Standorten, an denen die gemanagten Immobilienportfolios eine nennenswerte Größe erreicht haben, werden folgen", sagt Lehmanns Kollege Andreas Schultz.

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