Bauland-Offensive soll Hessen 6.250 Wohnungen bringen

Die hessische Wohnungsbauministerin Priska Hinz (m., Grüne) zieht eine erste Bilanz zur Bauland-Offensive Hessen.
Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Lars Wiederhold

Mit der Bauland-Offensive Hessen (BOH) unterstützt das Land Hessen Kommunen seit einem Jahr personell und finanziell bei der Baulandentwicklung. Bislang zählte die Nassauische Heimstätte/Wohnstadt (NH), die das Förderinstrument umsetzt, 44 Anfragen aus hessischen Kommunen, bei denen es um ein Potenzial von 6.250 neuen Wohnungen geht.

Die NH hat die ersten vier Machbarkeitsstudien im Auftrag von Städten und Gemeinden fertiggestellt. Dabei geht es u.a. um das Brückenbauhofgelände und das frühere Fernmeldezeugamt in Heusenstamm. Auf beiden Arealen könnten zusammen rund 400 Wohnungen entstehen. Die überwiegend brachliegenden Flächen befinden sich in privater Hand und sind bislang im regionalen Flächennutzungsplan für eine gewerbliche Nutzung vorgesehen, sodass dort voraussichtlich ein Zielabweichungsverfahren vonnöten wäre.

BOH nimmt sich Kasseler Jägerkaserne vor

In Kassel geht es um 120 Neubauwohnungen auf dem Gelände der im Eigentum der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben befindlichen Jägerkaserne. Dazu kommen Wohneinheiten, die in Bestandsobjekten geschaffen werden könnten. Kassels Stadtbaurat Christof Nolda (Grüne) sieht in der BOH eine sinnvolle Unterstützung: "Eine Konversion ist kompliziert zu berechnen und zu beurteilen." Außerdem wird die Stadt eine Zwischenfinanzierung durch die Offensive in Anspruch nehmen, um im Nachgang das Gelände weiterzuverkaufen.

Ein weiteres positives Gutachten hat die NH für das Waldfriedengelände der Gemeinde Schlangenbad erstellt. Anfragen kamen auch aus Hofheim, Taunusstein, Viernheim und Bürstadt. Insgesamt stellt Hessen für die Machbarkeitsstudien - weitere 14 sind in der Bearbeitung - rund 1,3 Mio. Euro Fördergelder zur Verfügung.

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