Mönchengladbachs neuer Stadtteil heißt Seestadt mg+

Seestadt heißt der neue Stadtteil in Mönchengladbach. Enthüllt an der Croisette von Gregor Bonin, Hans Wilhelm Reiners, Projektleiter Georg Müller und Catella-Manager Klaus Franken (v.l.).
Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Friedhelm Feldhaus

Seestadt mg+ heißt der Stadtteil, der in den nächsten Jahren am Hauptbahnhof Mönchengladbachs entstehen soll. Oberbürgermeister Wilhelm Reiners (CDU) enthüllte auf der Mipim mit Klaus Franken, Catella Project Management, das neue Ortsschild. Catella hatte die Ausschreibung für das 14 ha große Areal gewonnen, auf dem 200.000 qm BGF entstehen sollen.

Auf der Catella Terrace an der Croisette wurde das neue Ortsschild für die Seestadt mg+ deshalb enthüllt, weil Catella und Mönchengladbach auf der Immobilienmesse Mipim in Cannes nach Auskunft von Reiners in den vergangenen beiden Jahren wichtige Gespräche geführt hatten.

25% Sozialwohnungen im ersten Baufeld

Auf dem 14 ha großen Areal am Hauptbahnhof - bis dato als City-Ost betitelt - sollen in den nächsten fünf bis zehn Jahren 1.500 bis 2.000 Wohnungen entstehen, Büro- und Dienstleistungsflächen, Nahversorgung und zwei Kitas mit insgesamt 200.000 qm BGF. Das erste Baufeld mit etwa 200 Wohnungen wird noch in diesem Jahr in Angriff genommen werden, betont Franken im Gespräch mit der Immobilien Zeitung. 40 bis 50 der Wohneinheiten sollen als öffentlich geförderte Wohnungen entstehen.

Allerdings gibt es mit der Stadt Mönchengladbach keine Verabredung über eine bestimmte Quote für Sozialwohnungen. Baudezernent Gregor Bonin (CDU) verweist darauf, dass es keinen Nachfrageüberhang bei günstigem Wohnraum in Mönchengladbach gebe. "Zudem liegt die Eingangsmiete für geförderte Wohnungen höher als viele Bestandsmieten". Franken ergänzt: "Die Wohnungsmarktanalyse hat ergeben, dass es in Mönchengladbach viele Einfamilienhäuser und große Wohnungen gibt. Daher setzen wir einen Schwerpunkt bei Zwei- und Dreizimmerwohnungen." Im frei finanzierten Bereich rechnet er mit Mieten um 10 Euro/qm.

Mittelstandsfamilien gesucht

"Wir wollen eine repräsentative Mischung. Dazu gehören auch geförderte Wohnungen sowie Eigentumswohnungen." Zudem soll die Seestadt für Zielgruppen attraktiv werden, die bis dato noch unterrepräsentiert sind, Mittelstandsfamilien etwa, für die das Wohnen in der nahen Landeshauptstadt Düsseldorf zu teuer geworden ist.
Eigentumswohnungen sollen jedoch zu einem späteren Zeitpunkt der Projektentwicklung entstehen, deren Umsetzungsfrist der Geschäftsführer auf "mindestens fünf Jahre" taxiert. Doch die ersten 200 Wohnungen sollen binnen zwei Jahren bezugsfertig sein.

Catella baut für den eigenen Bestand. Als Käufer der geförderten Wohnungen komme etwa ein Fonds mit Investoren aus dem kirchlichen Bereich infrage. Grundsätzlich werde die Entwicklung laufend nachjustiert, um den aktuellen Bedarfen entsprechend bauen zu können. So ist an den neu entstehenden Wasserflächen auch ein Hochhaus vorgesehen. Ob es allerdings als Wohn- oder Bürohochhaus realisiert wird, ist noch offen.

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