Frankfurt: Platz für 3.000 Wohnungen nahe Industrieparks

Eine technische Anlage im Industriepark Höchst.
Quelle: Infraserv GmbH & Co. Höchst KG

Im Umfeld der Frankfurter Industrieparks Höchst, Griesheim und Fechenheim könnten bis zu 3.000 Wohnungen entstehen. Möglich wird dies durch eine zwischen den Industrieparkbetreibern und der Stadt Frankfurt geschlossene Vereinbarung.

Mit der nun getroffenen Regelung kommen sich beide Seiten entgegen. Frankfurt wird künftig innerhalb eines 500 m großen Radius um die Industrieparks keine Immobilien mit besonders schutzbedürftigen Nutzungen wie Wohngebäude, Schulen, Seniorenheime oder Veranstaltungsstätten genehmigen. Im Gegenzug verpflichten sich die Betreiber (u.a. Infraserv Höchst) und Nutzer der Industrieparks, keine rechtlichen Schritte gegen entsprechende Bauvorhaben mehr zu unternehmen, die außerhalb dieses Umkreises liegen. Neue Störfallbetriebe sollen zudem in den Parks räumlich so angesiedelt werden, dass ein möglichst hoher Sicherheitsabstand zu den schutzbedürftigen Nutzungen eingehalten wird.

Seveso-III-Richtlinie wird erfüllt

"Die Vereinbarung ist wegweisend und wird sich voraussichtlich auf die Neufassung der Hessischen Bauordnung sowie die geplante Technische Anleitung Abstand des Bundes auswirken und könnte als Mustervereinbarung der deutschen chemischen Industrie genutzt werden", betont der Frankfurter Planungsdezernent Mike Josef (SPD). Die Stadt sei nun in der Lage, wegen der Seveso-III-Richtlinie zuletzt auf Eis gelegte Bebauungsplanverfahren weiterzuführen. Das betreffe u.a. die Parkstadt Unterliederbach und das frühere Gelände der Verkehrsgesellschaft Frankfurt.

"Wir haben das Potenzial für bis zu 3.000 Wohnungen im Frankfurter Westen", sagt Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) im Hinblick auf die Vereinbarung. Die Stadt will dort wie mittlerweile in Frankfurt üblich einen Anteil von mindestens 40% geförderten Wohnungen bei öffentlichen Bauherren und 30% bei privaten Entwicklern verlangen.

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