Ilse Aigner ist Bayerns neue Bauministerin

Bayerns bisherige Wirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) wird künftig für den Bau- und die Wohnungswirtschaft in Bayern zuständig sein.
Quelle: Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie, Urheber: Christian Brecheis

Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat sein neues Kabinett für den Freistaat vorgestellt. Ilse Aigner wird neue Ministerin für Bauen, Wohnen und Verkehr.

Bayerns Ministerpräsident Söder ordnet die Zuständigkeiten in seinem Kabinett neu. Zentraler Bestandteil ist ein neues Infrastrukturministerium, das für Bauen, Wohnen und Verkehr zuständig sein wird. Die Leitung des Ministeriums übernimmt Ilse Aigner, bisherige Wirtschaftsministerin und Söders langjährige Widersacherin für die Nachfolge von Horst Seehofer im Amt des Ministerpräsidenten.

Zuvor war Innenminister Joachim Herrmann für den Bau zuständig. Nun ist er weiterhin im Kabinett, aber nur noch als Innen- und Integrationsminister. Neuer Staatssekretär im Bausuperministerium wird der Straubinger Landtagsabgeordnete und Jurist Josef Zellmeier (CSU). Der 53-Jährige ist bisher noch nicht im Bereich Bauen und Wohnen aufgefallen.

Wohnen wird den Wahlkampf bestimmen

Unter Aigner bekommt das aufgestellte Bauministerium deutlich mehr Gewicht. Söder reagiert damit auch auf eine Forderung der oppositionellen SPD. Deren Vorsitzende Natascha Kohnen hatte bei ihrer Wahl zur SPD-Landesvorsitzenden im März ein eigenes Bauministerium gefordert. Es zeichnet sich jetzt schon ab, dass die Wohnungspolitik ein Schwerpunkt im kommenden Landtagswahlkampf sein wird. "Für uns ist die Wohnungsfrage die soziale Frage unserer Zeit. Wir wollen ein Signal setzen, dass wir den bezahlbaren Wohnungsbau an erster Stelle setzen", sagte Söder bei der Vorstellung der neuen Minister. Dennoch äußerte sich die SPD enttäuscht, dass es kein reines Bauministerium gebe, sondern Aigner auch noch für Verkehr zuständig ist.

Zunächst nur ein 200-Tage-Kabinett

Das neue Kabinett ist zunächst nur für knapp 200 Tage, bis zu den Landtagswahlen im Oktober, im Amt. Sollte die CSU dann keine absolute Mehrheit erreichen, sondern auf einen Koalitionspartner angewiesen sein, dürfen viele Posten neu verteilt werden.

Bis dahin wird es Aigners vorrangige Aufgabe sein, die von Söder bereits angekündigte bayerische Wohnungsbaugesellschaft umzusetzen. Die Bayernheim soll in den kommenden Jahren 2.000 Wohnungen in Großstädten und Ballungszentren bauen.

Zurück zur Startseite