Frankfurter Stadtpolitiker wollen mehr Land kaufen

Die Stadt Frankfurt soll mehr Land erwerben, um so ihren Vorrat für die Stadtentwicklung auf eigenen Flächen aufzufüllen. Darüber herrscht Medienberichten zufolge Einigkeit bei den großen Parteien der Stadtpolitik. Den jüngsten Anstoß gaben die Grünen. Sie fordern, dass die Stadt häufiger ihr Vorkaufsrecht aus dem Baugesetzbuch nutzt. Die so erworbenen Areale sollen insbesondere den städtischen Wohnungsbaugesellschaften für Wohnungen mit moderaten Mieten zur Verfügung gestellt sowie als Ausgleich für Flächenversiegelung an anderen Orten genutzt werden.

Planungsdezernent Mike Josef (SPD) stimmt dem zu, verweist aber auf die hohen Preise für potenzielles Bauland. Frankfurt müsse eher Land kaufen, das im Flächennutzungsplan noch nicht für eine Bebauung vorgesehen und entsprechend günstiger zu haben ist. Für das Areal Römerhof im Stadtteil Bockenheim sowie für ein geplantes Baugebiet in Nieder-Eschbach wird es Josef zufolge erstmals eine Vorkaufssatzung geben. Liegenschaftsdezernent Jan Schneider (CDU) betont, dass die Stadt bereits aktiv geworden sei. Ihr Flächenvorrat sei 2016 um rund 1,6 ha und 2017 um 13,4 ha gewachsen.

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