Schwäbisch Hall dank Baukrediten solide aufgestellt

Die Bausparkasse im beschaulichen Schwäbisch Hall hat sich auf dem hart umkämpften Markt behauptet.
Quelle: Schwäbisch Hall, Urheber: DigiCert Inc.

Das schwierige Zinsumfeld hat der Bausparkasse Schwäbisch Hall bei den Bausparverträgen im vergangenen Jahr weiter zu schaffen gemacht. Das Volumen der abgeschlossenen Verträge sank von 29,2 Mrd. Euro auf 28 Mrd. Euro. Die Marktführerschaft in dieser Sparte konnten die Schwaben allerdings verteidigen.

Insgesamt betreut die Bausparkasse derzeit 300 Mrd. Euro und 8,5 Mio. Bausparverträge. Nicht wenige davon möchte man jedoch prinzipiell lieber von den Kunden abgerufen wissen, da sie häufig noch als Sparersatzanlagen genutzt werden und für die Kassen eher eine Belastung darstellen.

Seit gut zwei Jahren sind die angeschlagenen Bausparkassen jedoch im großen Stil in einem anderen Geschäftszweig unterwegs, der einen sehr viel größeren Erfolg verspricht: in der Baufinanzierung. Die gesetzlichen Rahmenbedingungen hierzu hatte die Bundesregierung mit einer Novellierung des Bausparkassengesetzes geschaffen. Baukredite hat Schwäbisch Hall im vergangenen Jahr im Volumen von 14,6 Mrd. Euro abgeschlossen, 2016 waren dies 13,9 Mrd. Euro.

Guter Start ins laufende Geschäftsjahr

In Sachen politische Rahmenbedingungen zeigt sich derweil der Schwäbisch-Hall-Vorstandsvorsitzende Reinhard Klein optimistisch. Er lobte ausdrücklich die Wohnraumoffensive der Bundesregierung. Die im Koalitionsvertrag von CDU/CSU und SPD vorgesehene Wohnungsbauprämie helfe beim langfristigen Aufbau des notwendigen Eigenkapitals und das Baukindergeld unterstütze insbesondere Familien mit Kindern beim Wohneigentumserwerb.

Optimistisch stimmt auch die Entwicklung des Neugeschäfts. Bis Ende März seien im Vergleich zum ersten Quartal 2017 bereits Bausparverträge über 8,4 Mrd. Euro abgeschlossen worden - 6% mehr als im Vorjahr. Auch bei den Baufinanzierungen ging es in Schwäbisch Hall um mehr als 2% nach oben.

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