München: ehret+klein darf Hochhaus Heimeranplatz bauen

Die verdrehte Architektur gefiel nicht jedem. Darum mussten die Architekten den Turm etwas begradigen.
Quelle: ehret+klein, Urheber OSA Ochs Schmidhuber Architekten

Der Streit um die Architektur des Hochhauses am Heimeranplatz im Münchner Westend ist beendet. Nachdem die Architekten von Ochs Schmidhuber die drei aufeinander gestapelten Büroschachteln weniger stark gegeneinander verdrehten, stimmte auch die Stadtgestaltungskommission für den Entwurf.

Jetzt kann der Starnberger Projektentwickler ehret+klein den Bau des 14-geschossigen Turms und des darunterliegenden fünfgeschossigen Gebäuderiegels weiter vorantreiben. Insgesamt entstehen an der Ridlerstraße 37 rund 13.500 qm Bruttogrundfläche. Im Erdgeschoss sind Einzelhandelsgeschäfte und ein Food Court vorgesehen. In den oberen Etagen soll es Dachterrassen für die Mieter geben.

Das Büroensemble ersetzt das ehemalige Philips-Hochhaus aus dem Jahr 1958, das heute etwa 17.500 qm Bruttogrundfläche umfasst. Mit einer Höhe von 44 m fällt der Hochpunkt jedoch deutlich niedriger aus als die benachbarten Türme von ADAC (93 m) und Fraunhofer (65 m).

Der Einspruch der Stadtgestaltungskommission beim ersten Entwurf sorgte in München für Diskussionen, da Stadtbaurätin Elisabeth Merk und Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) zuvor mehrfach von Bauherren und Architekten mehr Mut bei ihren Entwürfen forderten. Beide hatten aber offenbar die Macht der städtischen Architekturzensoren unterschätzt.

Hauptinvestor ist das Lego-Family-Office

Bauherr ist die Projektgesellschaft Maxor 4 aus Starnberg, ein Gemeinschaftsunternehmen von ehret+klein und der dänischen Investmentgesellschaft Kirkbi. Das Family Office des Lego-Gründers Ole Kirk Kristiansen hatte das Gebäude 2015 als Hauptinvestor zusammen mit ehret+klein erworben. ehret+klein wird das Ensemble nach der Fertigstellung als Property Manager weiter betreuen.

Der an die Ridlerstraße angrenzende Gewerbebau wurde erst 2013 saniert und ist von den Neubaumaßnahmen nicht betroffen. Die Immobilie soll aber künftig aus dem Gesamtensemble herausgelöst und als eigenständiges Gebäude geführt werden.

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