Söder fordert in Bayern 50.000 Wohnungen

Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat in seiner ersten Regierungserklärung ein Wohnungsbauprogramm für 50.000 Wohnungen bis 2025 vorgestellt. Der Freistaat wird dazu rund 10.000 Wohnungen über die neu zu gründende Wohnungsbaugesellschaft Bayern Heim beisteuern.

Bisher plante Söder bei der Bayern Heim mit 2.000 Wohnungen. Finanziert werden soll der Wohnungsbau mit dem Verkauf der bayerischen Anteile an dem Energieversorger E.ON.

Die restlichen Wohneinheiten erhofft sich Söder durch das geplante Baukindergeld des Bundes. Der Freistaat will diese Bundeshilfen aufstocken. Auf die 1.200 Euro Baukindergeld soll es zusätzlich 300 Euro geben. Außerdem will Söder eine einmalige Eigenheimzulage von 10.000 Euro zahlen. Eine vierköpfige Familie könnte damit einen Zuschuss von 40.000 Euro erhalten.

Der SPD-Spitzenkandidatin für die Landtagswahl, Natascha Kohnen, geht das nicht weit genug. Die Ziele Söders seien "eine Nullnummer". Die angekündigten 10.000 staatlichen Wohnungen für mittlere und untere Einkommen seien pro Kommune und pro Jahr gerade mal 0,6 Wohnungen. "5.000 Wohnungen pro Jahr sind das Mindeste", so Kohnen. Damit müsste die bayerische Wohnungsbaugesellschaft 25.000 Wohnungen realisieren. Außerdem sollten Genossenschaften ebenfalls staatlich gefördert werden, die Bindungen bei Sozialwohnungen verlängert sowie die Bauordnung vereinfacht werden.

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