Ausschuss für Bauen und Wohnen ist eingesetzt

Hat endlich wieder eine Heimat im Reichstag: der Bundestagsausschuss für Wohnen und Bauen.
Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Nicolas Katzung

Nach rund 20 Jahren hat der Deutsche Bundestag nun wieder einen eigenen Ausschuss für Bauen und Wohnen. Die Immobilienverbände sind begeistert, die Opposition freut sich auf Auseinandersetzungen mit Innen- und Bauminister Horst Seehofer (CSU).

Der Bundestag hat heute der Gründung eines eigenen Ausschusses für "Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Kommunen" zugestimmt. Der Ausschuss wird sich noch am heutigen Mittwochabend konstituieren. Die Leitung hat Bundestagsvizepräsident Wolfgang Kubicki (FDP). 24 Bundestagsabgeordnete sitzen im Ausschuss.

Immobilienverbände wie der Zentrale Immobilien Ausschuss (ZIA) und der Spitzenverband der Wohnungswirtschaft (GdW) sind hoch erfreut. "Das ist ein großer Erfolg für die Wohnungswirtschaft, die sich von Anfang an für einen eigenständigen Ausschuss eingesetzt hatte. Damit werden die gesellschaftlich so wichtigen Themen rund ums Bauen und Wohnen sinnvoll mit den Bereichen Stadt- und Regionalentwicklung verknüpft", findet GdW-Präsident Axel Gedaschko. Nach Ansicht von ZIA-Präsident Andreas Mattner zeige die Einsetzung des Ausschusses, dass das Thema bezahlbares Wohnen und Bauen in der Politik "eine übergeordnete Rolle spielen wird".

Die FDP-Bundestagsfraktion findet es "wichtig und richtig", dass es nach 20 Jahren endlich wieder einen eigenen Bauausschuss gibt, sagt der Wohnungsexperte Daniel Föst. Im Ausschuss werde künftig Innen- und Bauminister Horst Seehofer (CSU) "in die Pflicht genommen", zügig für bezahlbares Wohnen zu sorgen. In den Jahren vorher waren Bauen und Wohnen bei den Ressorts Umwelt sowie bei Verkehr angesiedelt.

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