Baukindergeld soll schon in diesem Jahr fließen

Die ersten Familien mit Kindern könnten schon in diesem Jahr Baukindergeld erhalten.
Quelle: pixelio.de, Urheber: Michael Lorenzet

Das von der Bundesregierung geplante Baukindergeld soll bald fließen. "Unser Ziel ist es, dass die ersten Bescheide über die Bewilligung von Anträgen noch in diesem Jahr erteilt werden", sagt Gunther Adler, Baustaatssekretär im Ministerium des Inneren, für Bau und Heimat, in einem Gespräch mit der Immobilien Zeitung. Aus anderer Quelle ist zu erfahren, dass es schon im Herbst soweit sein soll.

Auf jeden Fall soll das Baukindergeld "schnellstmöglich" kommen, betont Adler. "Wir spüren einfach, dass da die Erwartungen und der Bedarf junger Familien extrem groß sind."

Erste Mittel für das Baukindergeld müssten bereits im Bundeshaushalt 2018 berücksichtigt werden. Über einen Haushaltsentwurf aus dem Bundesfinanzministerium soll an diesem Mittwoch das Bundeskabinett entscheiden, am 6. Juli dann der Bundesrat.

Bundesregierung rechnet mit Förderung für 300.000 Kinder

Die Bundesregierung geht davon aus, dass das Baukindergeld rund 400 Mio. Euro pro Jahr und Förderjahrgang kosten wird. Das heißt, die Ausgaben für das Baukindergeld steigen jährlich an: Von 400 Mio. Euro im ersten Jahr nach der Einführung auf jährliche Gesamtausgaben in Höhe von bis zu 4 Mrd. Euro im Jahr der vollen Wirksamkeit. Das geht aus einer vor wenigen Wochen veröffentlichten Antwort auf eine Kleine Anfrage der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen hervor. Die Bundesregierung rechnet damit, dass etwa 200.000 Familien mit 300.000 Kindern Anspruch auf die Förderung haben. Vorgesehen ist, über zehn Jahre 1.200 Euro pro Jahr und Kind zu zahlen.

Auch zur Befürchtung, das Baukindergeld könne preistreibende Effekte haben, äußerte sich die Bundesregierung in der Antwort auf die Grünen-Anfrage. Da in dieser Legislaturperiode 1,5 Mio. neue Wohnungen geschaffen werden sollen, dürfte "das geplante Baukindergeld insgesamt keine nennenswerten Effekte auf die Marktpreise von Immobilien in Deutschland haben". Im Umkehrschluss heißt das: Kommt der Wohnungsneubau nicht aus dem Knick, besteht durchaus die Gefahr der Preistreiberei.

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