ISS übernimmt Konditionen von Strabag PFS

Die Messe InServFM 2018 in Frankfurt nutzte ISS zur Ansprache potenzieller Mitarbeiter.
Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Lars Wiederhold

Am 1. Juli 2019 werden mit dem eine halbe Milliarde Euro schweren FM-Großauftrag der Deutschen Telekom auch rund 3.000 Mitarbeiter von Strabag Property and Facility Services (PFS) zu ISS Communication Services wechseln. Laut ISS-Countrymanager Alexander Granderath erwarten sie dort die gleichen vertraglichen Konditionen, aber eine andere Unternehmenskultur.

Der Telekom-Auftrag wird bei ISS insgesamt rund 6.000 Mitarbeiter binden. Die Personalbeschaffung läuft deshalb auf vollen Touren. "Wir sind schon ein großes Stück des Weges gegangen", berichtet Granderath. Die Hälfte des erforderlichen Personals kommt von Strabag PFS. Die Verhandlungen über die Übernahme der Mitarbeiter haben ihren Abschluss gefunden. "Das hat eine Zeit gedauert, aber die Verhandlungen waren ausgesprochen konstruktiv", sagt Granderath. Er lobt die professionelle Einstellung von Strabag PFS im Sinne von Mitarbeitern und Großkundin. Neben den beiden FM-Dienstleistern und deren Betriebsräten waren auch die Deutsche Telekom und die Dienstleistergewerkschaft ver.di in die Gespräche eingebunden.

Die nun zwischen ISS und Strabag PFS getroffene Vereinbarung steht noch unter dem Vorbehalt einer kartellrechtlichen Genehmigung. Das Angebot unterbreitet ISS deshalb den Strabag-PFS-Mitarbeitern voraussichtlich zur Jahresmitte. Es wird ein Überleitungstarifvertrag abgeschlossen, der die bisherigen Arbeits- und Einkommensbedingungen von Strabag PFS eins zu eins auf ISS überträgt. Der Kündigungsschutz und die Entgeltentwicklung sind zunächst bis zum 30. Juni 2021 gesichert. Voraussichtlich bis Ende 2018 soll für die Gesellschaft ISS Communication Services, die im vergangenen Jahr eigens für den Telekom-Auftrag gegründet wurde, ein finaler Tarifvertrag vorliegen, der dann auch zur Grundlage für künftige Einstellungen wird.

Mitarbeiter bleiben teils in ihren alten Räumlichkeiten

Als Folge des Großauftrags baut ISS das Hauptquartier in Düsseldorf aus. Viele bisherige Strabag-PFS-Mitarbeiter können zudem in ihren Räumlichkeiten bleiben oder werden zumindest in der direkten Umgebung ihres alten Standorts untergebracht. ISS wird z.B. die bestehenden Störmanagementcenter von Strabag PFS übernehmen, die den Betrieb der Telekom-Immobilien und -Anlagen gewährleisten.

Veränderungen kommen auf die Strabag-PFS-Mitarbeiter bei ISS vor allem in der Unternehmenskultur zu, glaubt Granderath. Von den Mitarbeitern erwarte ISS viel Eigenverantwortung. Das Unternehmen arbeite zudem sehr nah am Kunden. Für die Telekom wird ISS Arbeiten an insgesamt 9.000 Standorten erbringen. Um den Neuankömmlingen die ISS-Werte zu vermitteln, plant das Unternehmen Schulungen und eine Roadshow.

Den ausführlichen Artikel zum Thema finden Sie in der heutigen Printausgabe 18/2018 der Immobilien Zeitung.

Zurück zur Startseite