München senkt die Mieten für Einzelhändler

Münchens Innenstadt wird immer uniformer. Die Fußgängerzone sei mittlerweile durchzogen von den Geschäften internationaler Modefilialen, bemängelt die Münchner CSU. Kein Wunder: Die Mieten von bis zu 350 Euro/qm in den Toplagen können sich nur die großen Ketten leisten. Nun haben die gemeinsam regierenden CSU und SPD im Kommunalausschuss der Stadt ein Vermietungskonzept städtischer Ladenflächen in der Innenstadt bewilligt.

In Gebäuden, die der Stadt gehören, sollen bei Ausschreibungen alteingesessene und individuelle Läden bevorzugt werden. Diesen meist inhabergeführten Geschäften will die Stadt München zudem mit vergünstigten Mieten entgegenkommen. In der Innenstadt sind das etwa die Erdgeschossflächen des Rathauses, in denen heute schon viele traditionelle Geschäfte ansässig sind. Auch im jüngst renovierten Ruffinihaus am Eingang der Sendlinger Straße soll das neue Konzept greifen.

"Die kleinen, inhabergeführten Geschäfte in der Innenstadt heben sich wohltuend vom üblichen Angebot der großen Ketten ab. München braucht diese bunte Shoppingmischung. Indem wir die Mieten auf ein verträgliches Maß senken, geben wir kleinteiligen Einzelhandelsstrukturen eine Chance", sagt Stadträtin Kristina Frank, stellvertretende Fraktionsvorsitzende und Sprecherin der CSU-Fraktion im Kommunalausschuss.

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