Vorsichtiger Optimismus bei der Pfandbriefbank

Ein höherer Zinsüberschuss und geringere Verwaltungskosten haben bei der Deutschen Pfandbriefbank (pbb) zu einem leicht steigenden Gewinn geführt - das Neugeschäft schrumpft allerdings.

Trotz eines Neugeschäftsrückgangs in der gewerblichen Immobilienfinanzierung von 2 Mrd. auf 1,7 Mrd. Euro im ersten Quartal 2018 zeigt sich der pbb-Vorstandsvorsitzende Andreas Arndt optimistisch. Hauptgrund dürfte der Gewinn sein, der im Vergleich zum Vorjahresquartal um 1 Mio. auf 48 Mio. Euro stieg. Auch das Zinsergebnis legte um 10 Mio. auf 107 Mio. Euro zu. Für das Gesamtjahr rechnet die Bank mit einem Neugeschäftsvolumen von 10 Mrd. bis 11 Mrd. Euro (inklusive öffentliche Investitionsfinanzierung).

Große Konkurrenz und niedrige Gewinnspannen

Das Motto Arndts lautet deshalb: "risikokonservativ und im Ausblick vorsichtig." Schließlich bleibe die Konkurrenz bei der Finanzierung von Gewerbeimmobilien groß und die Gewinnspannen niedrig. Die Transaktionsvolumina auf dem deutschen Immobilienmarkt bewegten sich weiter auf einem hohen Niveau, nur seien diese immer stärker mit risikofreudigerem Eigenkapital unterwegs. "Der Kuchen für Banken ist eher kleiner geworden", bedauert Arndt.

Planmäßig schreitet der Ausbau des US-Geschäfts voran. Der Brexit scheint für die 2009 aus der gescheiterten Hypo Real Estate hervorgegangenen pbb ein großer Risikofaktor zu sein, da man dort das Engagement verringert hat. "Einen Gesamtausstieg planen wir jedoch auf keinen Fall", stellt der Bankchef klar.

Start einer Finanzierungsplattform im Mai

Derweil kommen die Planungen für die neue hauseigene Plattform für öffentliche Finanzierungen voran. Diese soll noch im Monat Mai an den Start gehen. Ein Portal für den Daten- und Informationsaustausch mit Kunden in der gewerblichen Unternehmensfinanzierung existiert bereits seit April.

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