Wohnungsmärkte: Mieten ist vielerorts billiger als kaufen

Die teuerste Region für Käufer ist der Landkreis Nordfriesland mit seinen Inseln Sylt und Föhr.
Quelle: pixelio.de, Urheber: gabriele Planthaber

In 145 von 401 Städten und Landkreisen hierzulande kommt es billiger, eine Wohnimmobilie zu kaufen als zu mieten. Die sieben einwohnerreichsten Städte gehören nicht dazu. Das ist dem Postbank Wohnatlas zu entnehmen.

Demnach ist der Landkreis Nordfriesland mit seinen Inseln Sylt und Föhr die teuerste Region für Käufer. 46,3% des verfügbaren Haushaltsnettoeinkommens sind hier zu investieren; wer mietet, muss nur 13,8% berappen. Weniger groß, aber ebenfalls recht deutlich ist die Differenz in den nächst teuersten Städten für Käufer: In München gehen im Durchschnitt 44,3% des Haushaltseinkommens für den Immobilienkauf drauf, 25,5% für Miete. In Berlin stehen 35,7% (Kauf) 22,8% (Miete) gegenüber.

Das Hamburgische WeltWirtschaftsInstitut (HWWI) hat für die Postbank berechnet, wie viel des durchschnittlichen regionalen Haushaltseinkommens im Mittel für die Nettokaltmiete bzw. die Finanzierung einer 70 qm großen Wohnung aufzubringen ist. Für die Finanzierung wurde mit 20% Eigenkapital, einem Zinssatz von 2,45% und 4% Anfangstilgung gerechnet. Nebenkosten ließ das Institut außen vor, ebenso die Tatsache, dass bei einem Kauf Vermögen aufgebaut wird.

Was für München und Berlin gilt, trifft auch auf die fünf weiteren einwohnerreichsten Städte Hamburg, Köln, Frankfurt, Stuttgart und Düsseldorf zu: Mieter kommen deutlich günstiger davon als Käufer. Allerdings ist der Unterschied in Düsseldorf, Stuttgart und Köln nicht mehr ganz so groß; auch geht es bei einem Kauf nicht mehr gegen die Faustformel, dass nicht mehr als 30% des Haushaltsnettoeinkommens fürs Wohnen ausgegeben werden sollte. So sind in Köln knapp 26% des Haushaltseinkommens für den Kauf einer Immobilie aufzuwenden, bei Miete sind es sechs Prozentpunkte weniger.

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