Pflegeimmobilienmarkt mit starkem ersten Quartal

Vor allem internationale Investoren sorgen für ein steigendes Transaktionsvolumen bei Pflegeheimen und Seniorenzentren. CBRE rechnet für das Gesamtjahr mit einem Investitionsvolumen von mehr als 1 Mrd. Euro.

Der Investmentmarkt für Pflegeimmobilien ist mit viel Schwung in das Jahr gestartet. Wurden im ersten Quartal 2017 noch 166 Mio. Euro umgesetzt, waren es in den ersten Monaten dieses Jahres 339 Mio. Euro. Das geht aus einer Analyse des Immobiliendienstleisters CBRE hervor. Auch der relative Anteil von Pflegeimmobilien am gesamten Transaktionsvolumen mit Gewerbeimmobilien steigerte sich und lag im ersten Quartal bei 2,8%, was ein Plus von 15 Basispunkten gegenüber dem Vorjahreszeitraum bedeutet.

Investoren aus Belgien

Aktivste Käufer sind laut Dirk Richolt, Head of Real Estate Finance bei CBRE, mit 38% Versicherungen. Obwohl inländische Investoren ihr finanzielles Engagement gegenüber dem Vorjahr steigerten und rund 149 Mio. Euro ausgaben, ist ihr Anteil am gesamten Transaktionsgeschehen auf 44% gesunken. Der Grund: Internationale Investoren waren noch aktiver und setzten rund 190 Mio. Euro um. Besonders Marktteilnehmer aus Belgien (44%) drängen auf den deutschen Markt, dahinter folgen Käufer aus Luxemburg (5%) und Frankreich (4%).

Die Spitzenrendite blieb in den ersten Monaten 2018 im Vergleich zum Jahresende 2017 laut CBRE stabil bei rund 5%. "Pflegeimmobilien werden jedoch zunehmend als nachhaltige und gängige Assetklasse gesehen, sodass sich vereinzelt bereits Transaktionen unterhalb der 5%-Marke abzeichnen", sagt Richolt.

Der Markt bleibt dynamisch

Für das restliche Jahr erwartet CBRE vor dem Hintergrund des schwungvollen Starts ein Investitionsvolumen von mehr als 1 Mrd. Euro. "Der Markt wird auch im weiteren Jahresverlauf seine Dynamik nicht verlieren. Dafür sorgen die günstigen Rahmenbedingungen sowie der hohe Bedarf an Investitionsmitteln", sagt Richolt.

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