Crowdfunding gewinnt bei Investoren an Bedeutung

Viele geben ihr Geld an einen Sammler und dieser investiert dieses. So sieht grob die Mittelbeschaffung beim Crowdinvesting aus.
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Immobilieninvestoren und Projektentwickler sehen für sich eine wachsende Bedeutung von Schwarmfinanzierungen. Laut einer Studie des Beratungsunternehmens EY plant jeder Vierte, sich zukünftig über Crowdinvestingplattformen Kapital zu beschaffen.

Demnach stehen für Schwarmfinanzierungen neue Immobilienprojekte vor allem bei Wohn- und Büroimmobilien im Vordergrund. Der Ankauf von Bestandsgebäuden ist für die 64 im Zeitraum Januar bis März 2018 befragten Unternehmen weniger entscheidend. Der Aufwand und die Konditionen für eine derartige Mittelbeschaffung werden als gleichwertig angesehen.

Für 79% der Befragten macht das Crowdkapital weniger als 25% des gesamten Eigenkapitals aus, das diese in ein entsprechendes Projekt einbringen müssen.

Vorsicht bei institutionellen Investoren

Die Umfrageteilnehmer sehen derweil noch große Vorsicht und Zurückhaltung bei institutionellen Investoren, ihr Geld in Crowdfundingprojekte anzulegen. Nur 10% der Befragten halten es für wahrscheinlich, dass Crowdkapital durch institutionelles Geld ersetzt werden kann. Dieses könne eher durch die Mittel von Family-Offices und Private Equity erbracht werden, finden die Befragten.

Ganze 72% der Projektentwickler und Immobilieninvestoren wünschen sich, dass die Schwarmfinanzierungsplattformen selbst mit ins Investment gehen. Grund: Dies wäre ein aktives Bekenntnis zu den Angeboten, die sie vermitteln. Lediglich 26% der Plattformen selbst finden diese Idee gut. Benedikt Huber, Manager bei EY Real Estate und Mitinitiator der Studie, vermutet als Grund, dass die Plattformen „bei der goßen Zahl der Projekte selbst in Finanzierungsnot geraten“ könnten, wenn sie dies täten.

Kapitalmarktprospekt und Toplage wichtig

Investoren fordern darüber hinaus von den Crowdinvestoren, dass ein Kapitalmarktprospekt vorhanden sein muss und sich die Immobilien idealerweise in einer der sieben Immobilienhochburgen (München, Stuttgart, Frankfurt, Hamburg, Berlin, Köln, Düsseldorf) befinden sollten.

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