Baugenehmigungszahlen treten auf der Stelle

Von Januar bis März 2018 wurde in Deutschland der Bau von insgesamt 77.800 Wohnungen genehmigt. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, waren das 1,7% oder 1.300 Baugenehmigungen weniger als im Vorjahreszeitraum. Die Anzahl der Genehmigungen für neue Mehrfamilienhäuser ist dabei allerdings um 4,7% gestiegen. Rückläufig sind sie bei Ein- (-2%) und Zweifamilienhäusern (-2,7%) sowie besonders stark bei den Wohnheimen (-42,9%), zu denen auch Flüchtlingsunterkünfte gehören. Geschrumpft (-2,9%) ist ebenso die Anzahl der Wohnungen, die durch genehmigte Umbaumaßnahmen an bestehenden Gebäuden entstehen sollen. Ohne die Wohnheime ergibt sich im Vergleich zum Vorjahr unterm Strich ein Minus von 1,5%.

"Die Baugenehmigungszahlen steigen viel zu langsam. So kann die Riesenlücke von einer Million fehlender Wohnungen in absehbarer Zeit nicht ausgeglichen werden", erklärte Axel Gedaschko, Präsident des Spitzenverbandes der Wohnungswirtschaft GdW. "Wir müssen aus dieser Stagnation auf dem Niveau des Vorjahres endlich herauskommen", fordert Andreas Mattner, Präsident des Zentralen Immobilien Ausschuss. Das avisierte Planungs- und Baubeschleunigungsgesetz könne die Grundlagen dafür schaffen.

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